Das Tütelsche Kreuz befindet sich auf der Ostseite des Stift Heerse in Neuenheerse.
Beschreibung
Das barocke Kreuz ist Grabkreuz für die Gebrüder Tütel aus Attendorn. Jo(h)annes Tütel war von 1718 bis 1737 Kanonikus in Paderborn und Geistlicher im Stift Heerse, sein Bruder Leonard Tütel war Pfarrer in Ossendorf und starb 1726.
Die Judenbuche
Es ist der einzige Ort, der sich in der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff eindeutig lokalisieren lässt:
„So liefen wir bis Heerse; da war es noch dunkel, und wir versteckten uns hinter das große Kreuz am Kirchhofe, bis es etwas heller würde, weil wir uns vor den Steinbrüchen am Zellerfelde fürchteten, und wie wir eine Weile gesessen hatten, hörten wir mit einem Male über uns schnauben und stampfen und sahen lange Feuerstrahlen in der Luft gerade über dem Heerser Kirchturm. Wir sprangen auf und liefen, was wir konnten, in Gottes Namen gerade aus, und wie es dämmerte, waren wir wirklich auf dem rechten Wege nach P. (wahrscheinlich Paderborn, Anm.d.Verf.)“
Die Dichterin besuchte in ihrer Jugend dort öfter ihre Tante, die Stiftsdame Sophia Theresia von Haxthausen, und wohnte dann in deren Kurie, heute Asseburger Straße 3, was schräg gegenüber vom Kreuz lag.
Weblinks
Literatur
- Anton Gemmeke: Geschichte des adeligen Damenstifts zu Neuenheerse. Bonifacius-Druckerei, Paderborn 1931 (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Kapitel 8, Die Judenbuche gutenberg.spiegel
Koordinaten: 51° 40′ 34,2″ N, 8° 59′ 58,6″ O