Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen
Die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen bestand als selbständige Landeskirche von 1947 bis 2008. Zwischen 1947 und 1969 und wieder von 1991 bis Ende 2008 war sie eine von zuletzt 23 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), von 1969 bis 1991 gehörte sie zum Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR. Am 1. Januar 2009 schloss sie sich mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zusammen.
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Basisdaten | |
Fläche: | 25.000 km² |
Leitender Geistlicher: | Bischof Axel Noack (bis 2008) |
Mitgliedschaft: | UEK |
Propsteien: | 5 (2008) |
Kirchenkreise: | 20 (2008) |
Kirchengemeinden: | 2.020 (2008) |
Gemeindeglieder: | 493.610 (31. Dezember 2006) |
Anteil an der Gesamtbevölkerung: | 16,6 % (2008) |
Anschrift: | Am Dom 2 39104 Magdeburg |
Offizielle Website (der Nachfolgeorganisation): | www.ekmd.de |
Wie alle Landeskirchen war die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Der Sitz war in Magdeburg, Haupt- bzw. Bischofskirche war der Magdeburger Dom. Die Kirche hatte ca. 493.000 Gemeindeglieder in 2.021 Kirchengemeinden. Die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen war eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD, d. h. lutherische, reformierte (calvinistische) und unierte Kirchengemeinden unterhielten eine gemeinsame Verwaltung für die übergeordneten Belange. Die Kirche war auch eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche der Union (EKU) (1947–2003), bis diese zum 1. Juli 2003 in der Union Evangelischer Kirchen aufging.