FEAL
FEAL (Fast Data Encipherment Algorithm) ist eine Blockchiffre und zählt zu den symmetrischen Feistelchiffren. Das Ziel bei der Entwicklung, die von dem japanischen Telefonkonzern Nippon Telegraph and Telephone (NTT) ausging, war, eine effiziente Implementierung eines Verschlüsselungsalgorithmus in Software auch für kleine Mikrocontroller zu erreichen und damit eine Alternative zu dem von amerikanischen Behörden entwickelten Data Encryption Standard (DES) zu schaffen. DES ist in Software nur vergleichsweise ineffizient zu implementieren.
FEAL | |
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Die Rundenfunktion F von FEAL | |
Entwickler | Akihiro Shimizu und Shoji Miyaguchi, beide von NTT |
Veröffentlicht | FEAL-4 1987; FEAL-N/NX 1990 |
Schlüssellänge | 64 Bit (FEAL), 128 Bits (FEAL-NX) |
Blockgröße | 64 Bit |
Struktur | Feistelchiffre |
Runden | Ursprünglich 4 bei FEAL-4, dann erweitert auf 8 Runden; FEAL-N/NX mit variabler Rundenanzahl, wobei minimal 32 empfohlen sind. |
Beste bekannte Kryptoanalyse | |
FEAL-4 ist sehr anfällig für die lineare Kryptoanalyse mit nur fünf bekannten Klartextblöcken. (Matsui und Yamagishi, 1992). FEAL-N/NX ist für die differentielle Kryptoanalyse mit weniger als 31 Runden anfällig. (Biham und Shamir, 1991). |
FEAL diente in den Jahren nach seiner Entwicklung 1987 vor allem als Testobjekt für verschiedenartige Angriffszenarien auf Verschlüsselungsalgorithmen. Insbesondere diente er dazu, die heute wesentlichen Analyseverfahren, die differentielle Kryptoanalyse und die lineare Kryptoanalyse, in ihrer Entwicklung voranzubringen. FEAL selbst gilt, in den ursprünglichen Versionen wie FEAL-4 und FEAL-8, als gebrochen und sollte daher nicht eingesetzt werden.