Übersiedler

Unter einem Übersiedler versteht oder verstand man einen Menschen, der zu Zeiten der deutschen Teilung seinen Wohnsitz von der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in die Bundesrepublik Deutschland verlegte oder seltener auch in umgekehrter Richtung. Die weitaus meisten Übersiedler aus der DDR machten sich dadurch in der DDR strafbar und liefen, besonders nach dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961, Gefahr, beim Überschreiten der Grenze „vernichtet“ zu werden.

Bis zum Mauerbau 1961 gab es ungefähr 4 Millionen Übersiedler aus der DDR in die Bundesrepublik und nahezu 400.000 Übersiedler aus der Bundesrepublik in die DDR.

  1. Eine Zahl von über 4,3 Millionen Übersiedlern in die Bundesrepublik bis zum Mauerbau ist angegeben in: Hans-Peter Schwarz: Die Bundesrepublik Deutschland: eine Bilanz nach 60 Jahren, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2008, ISBN 978-3-412-20237-8, S. 576.
  2. Eine Zahl von 3,8 Millionen Übersiedlern in die Bundesrepublik bis zum Mauerbau ist angegeben in: Wolfgang Seifert: Übersiedler aus der DDR und Auswanderer aus Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, 31. Mai 2012, abgerufen am 25. Februar 2018.