Žemaičių Naumiestis

Žemaičių Naumiestis
Wappen
Staat: Litauen Litauen
Bezirk: Klaipėda
Rajongemeinde: Šilutė
Gegründet: um 1360
Koordinaten: 55° 22′ N, 21° 42′ O
Höhe: 31 m
Gemeindefläche: 89 km²
Einwohner (Ort): 1.373 (2011)
Einw. (Gemeinde): 4.020
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Zeitzone: EET (UTC+2)
Postleitzahl: 99005
 
Bürgermeister: Jonas Budreckas
Žemaičių Naumiestis

Žemaičių Naumiestis (deutsch Neustadt) ist eine Landstadt in der Rajongemeinde Šilutė im westlichen Litauen zwischen Klaipėda und der Grenze zur russischen Oblast Kaliningrad. Durch den Ort fließen die Flüsschen Šustis, Šelmuo und Lendra.

Die Kleinstadt lag jahrhundertelang an der Grenze zu Preußen und erlangte dadurch eine spezifische multikulturelle Bevölkerungsstruktur. In dieser spielten neben litauischen Einwohnern vor allem jüdische und deutsche Bevölkerungsgruppen eine wesentliche Rolle und in gewissem Maße auch russische. Durch die vielschichtigen politischen Ereignisse am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, während des Krieges und der ersten Dekade danach wurde diese multikulturelle Bevölkerungsstruktur zerstört. Widergespiegelt wird sie heute in Žemaičių Naumiestis einzig durch das Architekturerbe des Ortes. Es gibt eine hölzerne katholische St.-Michael-Kirche (erbaut 1782), eine steinerne evangelische Kirche (erbaut 1842) und eine steinerne Synagoge (erbaut 1816).