ʿAbdallāh ibn ʿAbbās
ʿAbdallāh ibn ʿAbbās (عبد الله بن عباس; geboren 619 in Mekka; gestorben um 688 in Ta'if), im Überlieferungswesen im Allgemeinen als Ibn ʿAbbās zitiert, war ein Cousin des Propheten Mohammed und gilt als einer der ältesten Exegeten des Korans. Aufgrund seiner großen Bedeutung als religiöse Autorität hat er den Beinamen ḥabr al-umma („Gelehrter der Umma“) erhalten. Seine Überlieferungen werden sowohl von Sunniten wie von Schiiten respektiert. Später wurde eine Anzahl seiner theologischen, rechtlichen und ritenbezogenen Lehren von den imamitischen Schiiten übernommen, so zum Beispiel die Erlaubnis der zeitlich begrenzten Mutʿa-Ehe.
- ↑ Madelung: “ʿAbd Allāh b. ʿAbbās and Shiʿite Law”. 1998, S. 15, 23.