(1911) Schubart
| Asteroid (1911) Schubart | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3,981 AE |
| Exzentrizität | 0,173 |
| Perihel – Aphel | 3,292 AE – 4,670 AE |
| Neigung der Bahnebene | 1,644° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 284,8° |
| Argument der Periapsis | 181,9° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 31. Juli 2022 |
| Siderische Umlaufperiode | 7 a 344 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 14,82 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 67,5 km ± 0,7 km |
| Albedo | 0,04 |
| Rotationsperiode | 11 h 55 min |
| Absolute Helligkeit | 10,0 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
P |
| Geschichte | |
| Entdecker | Paul Wild |
| Datum der Entdeckung | 25. Oktober 1973 |
| Andere Bezeichnung | 1928 DW, 1933 UX1, 1941 SU1, 1951 AH1, 1952 DS2, 1960 EF, 1968 FM, 1972 RO, 1972 TY4, 1973 UD |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(1911) Schubart ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 25. Oktober 1973 vom Schweizer Astronomen Paul Wild am Observatorium Zimmerwald bei einer Helligkeit von 16,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits vom 27. Februar bis 17. März 1928 mehrfach an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl, 1933 am Krim-Observatorium in Simejis, 1941 am Iso-Heikkilä Observatory in Finnland, 1951 und 1952 am McDonald-Observatorium in Texas, 1960 am Goethe-Link-Observatorium in Indiana sowie 1968 und 1972 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.
Der Asteroid ist benannt nach dem deutschen Astronomen Joachim Schubart (* 1928) vom Astronomischen Rechen-Institut, der Mittelungsverfahren zur Untersuchung der Langzeitbewegungen von Kleinplaneten entwickelte und diese zur detaillierten Erforschung der Theorie der Hilda-Gruppe anwandte, zu der auch dieser Asteroid gehört. Zusammen mit Peter Stumpff (1925–2005) entwickelte er ein weit verbreitetes Computerprogramm zur numerischen Integration von n Körpern und nutzte es zur Bestimmung der Massen von (1) Ceres und (2) Pallas.
(1911) Schubart wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne. Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (1911) Schubart immer wieder zwischen 0,47 und 0,57 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,92 AE (288 Mio. km).
- ↑ C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).
- ↑ A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (englisch).