(2246) Bowell
| Asteroid (2246) Bowell | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3,958 AE |
| Exzentrizität | 0,091 |
| Perihel – Aphel | 3,600 AE – 4,317 AE |
| Neigung der Bahnebene | 6,493° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 155,6° |
| Argument der Periapsis | 20,8° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 16. Januar 2028 |
| Siderische Umlaufperiode | 7 a 320 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 14,94 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 48,4 km ± 0,6 km |
| Albedo | 0,05 |
| Rotationsperiode | 5 h 0 min |
| Absolute Helligkeit | 10,4 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
D |
| Spektralklasse (nach SMASSII) |
D |
| Geschichte | |
| Entdecker | Edward L. G. Bowell |
| Datum der Entdeckung | 14. Dezember 1979 |
| Andere Bezeichnung | 1942 GP, 1973 FR, 1973 FH2, 1976 SL6, 1977 SM3, 1979 XH |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(2246) Bowell ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 14. Dezember 1979 vom US-amerikanischen Astronomen Edward L. G. Bowell an der Anderson Mesa Station des Lowell-Observatoriums in Arizona bei einer Helligkeit von 17,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 11. April 1942 am Iso-Heikkilä Observatory der Universität Turku in Finnland, 1955 am Palomar-Observatorium in Kalifornien, 1973 am Krim-Observatorium in Nautschnyj und am Observatorium Kvistaberg in Schweden sowie noch einmal 1976 und 1977 in Nautschnyj fotografiert worden war.
Der Asteroid ist benannt nach seinem Entdecker Edward L. G. Bowell (1943–2023), einem Astronomen des Lowell-Observatoriums, der in vielen Bereichen der Kleinplanetenastronomie wichtige Beiträge geleistet hat. Nach seiner umfassenden photoelektrischen Photometrie von Kleinplaneten mittels UBV hat er das fotografische Astrometrieprogramm des Lowell-Observatoriums wiederbelebt und erweitert und mehrere neue Objekte entdeckt. Er führte außerdem umfangreiche Untersuchungen der Umlaufbahnen von Kleinplaneten durch, darunter die Identifizierung von Objekten und die Vorhersage von Bedeckungen. Der Namensvorschlag stammte vom US-amerikanischen Astronomen Brian Marsden.
(2246) Bowell wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne. Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (2246) Bowell mit einer Periodizität von etwa 1150 Jahren zwischen 0,62 und 0,84 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,75 AE (262 Mio. km).
- ↑ C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).
- ↑ A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (englisch).