(743) Eugenisis
| Asteroid (743) Eugenisis | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Mittlerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,792 AE |
| Exzentrizität | 0,059 |
| Perihel – Aphel | 2,627 AE – 2,958 AE |
| Neigung der Bahnebene | 4,841° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 228,9° |
| Argument der Periapsis | 183,7° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 13. Dezember 2023 |
| Siderische Umlaufperiode | 4 a 243 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,81 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 51,1 km ± 0,3 km |
| Albedo | 0,07 |
| Rotationsperiode | 10 h 14 min |
| Absolute Helligkeit | 10,3 mag |
| Spektralklasse (nach SMASSII) |
Ch |
| Geschichte | |
| Entdecker | Franz Kaiser |
| Datum der Entdeckung | 25. Februar 1913 |
| Andere Bezeichnung | 1908 AJ, 1913 DD |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(743) Eugenisis ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 25. Februar 1913 vom deutschen Astronomen Franz Kaiser an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 9. Januar 1908 in Taunton (Massachusetts) fotografiert worden war.
Frühere Deutungen des Namens bezogen sich auf eine Zusammensetzung aus altgriechisch εὖ eú, deutsch ‚gut, wohl‘ und γένεσις génesis, deutsch ‚Entstehung, Geburt‘ und einen möglichen Zusammenhang mit der Geburt von Marie-Luise, der Tochter des Entdeckers, was diese auch später selbst erwähnte. Siehe auch bei (746) Marlu. Dies ist aber einerseits sprachlich nicht korrekt und daher möglicherweise nur eine phantasievolle Interpretation, und andererseits konnten neue Forschungen des deutschen Astronomen Erwin Schwab nachweisen, dass die Benennung analog zu der des Asteroiden (728) Leonisis erfolgte. Demnach wurde der Asteroid im Jahr 1926 benannt zu Ehren von Eugen Hartmann (1853–1915), mit Unterbrechungen von 1900 bis 1915 Präsident des Physikalischen Vereins in Frankfurt am Main. Das Emblem des Vereins ist die ägyptische Göttin Isis, daher der kombinierte Name. Die Benennung erfolgte mit Zustimmung des Entdeckers durch den deutschen Astronomen Martin Brendel, Leiter der Sternwarte des Physikalischen Vereins.
- ↑ L. D. Schmadel: (743) Eugenisis. In: Dictionary of Minor Planet Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-29925-7, S. 71, doi:10.1007/978-3-540-29925-7_744 (online).
- ↑ H. Sp.: Völkische Naturforschung. Der verjudete Sternenhimmel. In: Israelitisches Familienblatt. Band 28, Nr. 40, Hamburg 7. Oktober 1926, S. 9 (PDF; 73,0 MB).
- ↑ E. Schwab: Nach wem wurde Kleinplanet (743) Eugenisis benannt? In: Journal für Astronomie. Zeitschrift der Vereinigung der Sternfreunde e. V., Band 94, Heppenheim 2025, ISSN 1615-0880, S. 100 f.