CBRN-Schutz

Als CBRN-Schutz (früher ABC-Schutz; inzwischen veraltet) bezeichnet man den Schutz vor Chemischen, Biologischen, Radiologischen und Nuklearen Gefahren bzw. Agenten oder Agenzien. Gemeint sind damit vorrangig Risiken, die von Gefahrgutunfällen ausgehen, aber auch von Massenvernichtungswaffen.

Dabei bedeuten die vier Buchstaben:

CBRN-Gefahrenlagen zeichnen sich durch ein hohes Schadenspotential aus, das von schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod von Millionen Menschen reichen kann. Während diese Risiken lange Zeit primär im militärischen Kontext als Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen wahrgenommen wurden, stehen heute im zivilen Bereich häufig Unfälle mit gefährlichen Stoffen im Vordergrund. Dennoch bleiben internationale Abkommen zur Rüstungskontrolle relevant, da auch die Verbreitung solcher Waffen eine Sicherheitsgefahr darstellt.

Der Schutz vor CBRN-Einwirkungen wird durch präventive und defensive Maßnahmen sichergestellt. Im zivilen Katastrophenschutz umfasst dies das Tragen von spezieller Schutzkleidung und Atemschutzgeräten, die Einrichtung von Dekontaminationsstellen sowie das Abspüren und Absperren gefährdeter Bereiche, um eine Ausbreitung zu verhindern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, das Eindringen von radioaktiven, biologischen und chemischen Stoffen in den Körper (Inkorporation) zu vermeiden.

Ein weiterer Bereich des CBRN-Schutzes ist die Forschung und Entwicklung zu dem Thema.

  1. Kollektiv, BBK: Taktische Zeichen im Bevölkerungsschutz. Hrsg.: BBK. 1. Auflage. Bonn 2024, ISBN 978-3-949117-29-9 (einsatztraining.de [PDF]).
  2. Maurizio Martellini, Ralf Trapp (Hrsg.): 21st Century Prometheus: Managing CBRN Safety and Security Affected by Cutting-Edge Technologies. Springer International Publishing, Cham 2020, ISBN 978-3-03028284-4, doi:10.1007/978-3-030-28285-1 (englisch, springer.com [abgerufen am 9. Januar 2026]).