ANO 2011

ANO 2011
Partei­vorsitzender Andrej Babiš
Gründung 2011 (Bürgerinitiative),
2012 (Partei)
Hauptsitz Babická 2329/2, 149 00 Praha 4
Ausrichtung Rechtspopulismus
Catch-all-Partei
konservativ-liberal
Farbe(n) Blau
Sitze Abgeordnetenhaus
80 / 200 (40,0 %)
Sitze Senat
12 / 81 (14,8 %)
Sitze EU-Parlament
7 / 21 (33,3 %)
Europapartei Patriots.eu
EP-Fraktion Patrioten für Europa
Website www.anobudelip.cz

Die Politische Bewegung ANO 2011 (tschechisch Politické hnutí ANO 2011; Kurzform ANO, „ano“ bedeutet auf Tschechisch ‚ja‘, zugleich steht es für akce nespokojených občanů, „Aktion unzufriedener Bürger“) ist eine rechtspopulistische und europaskeptische Partei in Tschechien um den Chemie- und Agrarunternehmer Andrej Babiš.

Die Ideologie der Partei galt lange als unbestimmt, sie wurde oft nur als populistisch beschrieben. Sie positioniert sich gegen die „etablierte politische Elite“ und „gegen Korruption“.

Von 2013 bis 2017 war ANO Juniorpartner in einer Koalitionsregierung. Nach dem Wahlsieg 2017 führte sie selbst die Regierung mit Babiš als Ministerpräsidenten. Bei den Wahlen 2021 verlor ANO knapp gegen das Wahlbündnis Spolu und ging in die Opposition, um 2025 mit 34,5 % der Stimmen das bisher beste Ergebnis bei Parlamentswahlen zu erreichen. Daraufhin wurde Babiš erneut Ministerpräsident.

  1. Caroline Close: The liberal family ideology. Distinct, but diverse. In: Emilie van Haute, Caroline Close: Liberal Parties in Europe. Routledge, Abingdon (Oxon)/New York 2019, S. 326–347, auf S. 344.
  2. Seznam politických stran a hnutí: Historie hnutí ANO 2011. Website des Innenministeriums der Tschechischen Republik.
  3. rejstrik-firem.kurzy.cz Registereintrag der Bewegung
  4. Ulrich Krökel: Den Tschechen stinkt die Politik. In: Zeit Online, 24. Oktober 2013.
  5. Martin Nejezchleba: Unternehmen Staat – Im Profil: ANO. In: Prager Zeitung, 24. Oktober 2013.
  6. Petr Senk: Politisches Erdbeben bei Parlamentswahlen. In: Wiener Zeitung, 26. Oktober 2013.
  7. Stefan Heinlein: Ein Milliardär als Messias. (Memento vom 15. Oktober 2014 im Internet Archive) Sendung Köpfe Europas, Deutschlandfunk, 28. Oktober 2013.