Abadan-Krise

Die Abadan-Krise, benannt nach der Stadt Abadan, begann im März 1951 als Auseinandersetzung um die iranischen Bodenschätze durch Verstaatlichung der in britischer Hand befindlichen Anglo-Iranian Oil Company (AIOC). Die Krise dauerte bis Oktober 1954, als das iranische Parlament dem mit Briten und Amerikanern ausgehandelten Konsortialvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren seine Zustimmung erteilte. Die Abadan-Krise führte zum ersten Exil des Schahs Mohammad Reza Pahlavi, zum Sturz des iranischen Premierministers Mohammad Mossadegh und zu einer völligen Neuausrichtung der iranischen Politik. Das Ende der Laufzeit dieses sowohl für die westlichen Ölkonzerne wie für Iran so wichtigen Vertrages fiel mit dem Ende der Regentschaft von Schah Mohammad Reza Pahlavi im Jahre 1979 zusammen.

  1. Wolfgang von Keitz (Hrsg.): Mossadegh und die Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie - Band 1. Berlin 2025, ISBN 978-3565041046