Achtsamkeit (Geistesgegenwart)

Achtsamkeit (englisch Mindfulness; Gegenteil Unachtsamkeit) bezeichnet einen Zustand von Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach die gegenwärtige Verfasstheit seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt, ohne von Gedankenströmen, Erinnerungen, Phantasien oder starken Emotionen abgelenkt zu sein, ohne darüber nachzudenken oder diese Wahrnehmungen zu bewerten. Achtsamkeit kann demnach als Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand verstanden werden, als spezielle Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur Verminderung von Leiden.

Historisch betrachtet ist „Achtsamkeit“ vor allem in der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis zu finden. Hervorzuheben sind hierbei im Theravada die Praxis des Vipassana sowie im Mahayana die Schule des Zen. In der westlichen Kultur ist das Üben von Achtsamkeit unter anderem durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapieverfahren bekannt geworden, vor allem den humanistischen Psychotherapieverfahren wie bspw. Gestalttherapie und Körperpsychotherapie, sowie durch verschiedene spirituelle Lehrer wie bspw. Eckhart Tolle.

  1. Psicotools: La eficacia del Mindfulness como complemento de la psicoterapia. In: AZSalud. Abgerufen am 25. März 2020.