Adenomyosis uteri
| Klassifikation nach ICD-10-GM | |
|---|---|
| N80.0 | Endometriose des Uterus
Inkl.: Adenomyosis uteri |
| ICD-10 online (GM-Version 2026) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| GA11 | Adenomyosis |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Adenomyose oder Adenomyosis uteri ist das Einwachsen von Gebärmutterschleimhaut in die Gebärmutterwand. Zu den Symptomen gehören oft starke und schmerzhafte Menstruationsblutungen. Einige Frauen zeigen jedoch keine Symptome. Weitere Symptome können chronische Beckenschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sein. Zu den mögliche Komplikationen kann Unfruchtbarkeit gehören. Die Erkrankung tritt darüber hinaus häufig in Verbindung mit Endometriose auf.
Die Ursache ist unklar. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Übergewicht, die Einnahme der Antibabypille, Kaiserschnitt, vorausgegangene Schwangerschaften sowie Ausschabungen. Der zugrundeliegende Mechanismus könnte eine Verletzung und Reparatur des Uterusinneren oder des Müller-Gangs beinhalten. Die Diagnose wird aufgrund der Symptome vermutet und durch Ultraschall, MRT oder einer Biopsie bestätigt. Es kann ein kleiner oder großer Bereich der Gebärmutter betroffen sein. Häufig ist die Gebärmutter vergrößert, obwohl es sich nicht um Krebs handelt.
Die Symptome können durch NSAR, der Antibabypille, der Hormonspirale oder Danazol gelindert werden. Zu den Verfahrensoptionen gehören die Uterusarterienembolisation, die Endometriumablation und die Myomektomie. Bei Frauen, die keine weiteren Kinder wünschen, besteht die Möglichkeit der operativen Entfernung der Gebärmutter.
Etwa 20 bis 35 % der Frauen sind von Adenomyose betroffen. Sie tritt am häufigsten bei Menschen im reproduktionsfähigen Alter auf. Die Diagnose wird in vielen Fällen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren gestellt. Die Erkrankung wurde erstmals im Jahr 1860 vom österreichischen Pathologen Carl von Rokitansky beschrieben. Der Begriff leitet sich von „adenos“ (Drüse), „myo“ (Muskel) und „osis“ (Krankheit) ab.
- 1 2 3 4 M Bourdon, P Santulli, L Marcellin, C Maignien, L Maitrot-Mantelet, C Bordonne, G Plu Bureau, C Chapron: Adenomyosis: An update regarding its diagnosis and clinical features. In: Journal of gynecology obstetrics and human reproduction. 50. Jahrgang, Nr. 10, Dezember 2021, S. 102228, doi:10.1016/j.jogoh.2021.102228, PMID 34520877 (englisch).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Gunther R, Walker C: Adenomyosis. In: StatPearls [Internet]. 2020, PMID 30969690 (englisch).
- 1 2 3 4 5 S Schrager, L Yogendran, CM Marquez, EA Sadowski: Adenomyosis: Diagnosis and Management. In: American family physician. 105. Jahrgang, Nr. 1, 1. Januar 2022, S. 33–38, PMID 35029928 (englisch).
- ↑ Horace G. Danner (Hrsg.): A thesaurus of medical word roots. The Scarecrow Press, Lanham 2013, ISBN 978-0-8108-9155-5 (englisch).