Aga-Kröte
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Aga-Kröte (Rhinella marina) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Rhinella marina | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Die Aga-Kröte (Rhinella marina, Syn.: Bufo marinus), auch einfach Aga oder Riesenkröte genannt, ist eine Amphibienart aus der früher zu den Echten Kröten (Bufo) gehörenden Gattung Rhinella innerhalb der Familie der Kröten (Bufonidae). Große Exemplare dieser Art erreichen Körperlängen von über 22 Zentimetern. Die Aga-Kröte gehört daher mit dem Goliathfrosch, der Kolumbianischen Riesenkröte, dem Afrikanischen Ochsenfrosch und dem Amerikanischen Ochsenfrosch zu den größten Froschlurchen der Welt.
Heute zählt die ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatete Kröte zu den Amphibien mit dem größten Verbreitungsgebiet: Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Aga-Kröte auf Jamaika und Barbados eingeführt, weil man sich von ihr erhoffte, dass sie die Schadinsekten in den Zuckerrohrplantagen niedrig halten könne. Diese wenig erfolgreiche Praxis wurde vor allem in der Pazifikregion bis weit ins 20. Jahrhundert fortgesetzt. Auf die biologische Vielfalt der Länder und Regionen, in die man Aga-Kröten einführte, hatte dies teilweise erhebliche Auswirkungen.
Die Kröte gehört weltweit zu den bekanntesten Neozoen und wurde mittlerweile von der IUCN Spezialistengruppe auf die Liste der 100 invasivsten, eingeschleppten Arten aufgenommen. Die negativen ökologischen Folgen, die durch ihre künstliche Ansiedlung entstanden sind, dienen heute als Paradebeispiel für die enormen Risiken einer unkontrollierten und unüberlegten biologischen Schädlingsbekämpfung.
Wahrscheinlich handelt es sich bei Rhinella marina um zwei verschiedene Kryptospezies, die morphologisch nur schwer unterschieden werden können. Mehrere molekulargenetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die im ursprünglichen Verbreitungsgebiet östlich bzw. westlich der Anden auftretenden Populationen der Aga-Kröte zwei verschiedene Arten sind.
- ↑ In Australien entdeckt: Riesen-Kröte wiegt 2,7 Kilo. In: Der Spiegel. 20. Januar 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 20. Januar 2023]).
- ↑ Easteal: The history of introductions of Bufo marinus. S. 93–113.
- ↑ Kegel: Die Ameise als Tramp. (= Allgemeine Reihe. Nr. 13282). Heyne, München 2001, ISBN 3-453-18439-4, S. 153.
- ↑ Aldemar A. Acevedo, Margarita Lampo, Roberto Cipriani: The cane or marine toad, Rhinella marina (Anura, Bufonidae): two genetically and morphologically distinct species. In: Zootaxa. 4103, 6, April 2016, S. 561–573.