Ahmose I.

Namen von Ahmose I.

Fragmentarische Statue von Ahmose I.
Horusname
Aa-cheperu
ˁ3-ḫprw
Mit großen Gestalten

Ka-em-Waset
K3-m-W3st
Stier in Theben
Nebtiname


Tut-mesut
Twt-mswt
Vollkommen an Geburt
Goldname


Tsches-taui
Ṯs-t3wj
Der die Beiden Länder zusammenbindet
Thronname


Neb-peheti-Re
Nb-pḥtj-Rˁ
Herr der Kraft, ein Re




Neb-pehut-Re
Nb-pḥwt-Rˁ
Herr der Kraft, ein Re
Eigenname
auch
Ahmose
Jˁḥ ms(j.w)
Iah ist geboren
Griechisch Manetho-Varianten:
Josephus: Tethmôsis, Thummosis
Africanus: Amôs
Eusebius Amôsis
Eusebius, A-Version: Amoses
Buch der Sothis: Amosis, Tethmosis

Ahmose I. (* um 1560 v. Chr.; † um 1525 v. Chr.) (ägyptisch Jˁḥ ms(j.w), auch Amosis, deutschIah ist geboren“) war ein altägyptischer Pharao und Begründer der 18. Dynastie. Er entstammt wie seine Vorgänger Seqenenre und Kamose dem thebanischen Herrschergeschlecht der Ahmosiden, das sich gegen die mehr als 100 Jahre andauernde Fremdherrschaft der in Unterägypten ansässigen Hyksos auflehnte. Nach dem Tod von Kamose bestieg Ahmose I. noch im Kindesalter den Thron und nahm den Thronnamen Neb-peheti-Re („Herr der Kraft, ein Re“) an.

Während seiner Regierungszeit vollendete er die Vertreibung der Hyksos aus der Delta-Region und stellte die thebanische Herrschaft über das gesamtägyptische Reich wieder her, zudem bekräftigte er Ägyptens Machtansprüche in den ehemals unterworfenen Gebieten in Nubien und Kanaan. Er ordnete die Verwaltung des Landes neu, ließ Steinbrüche, Minen und Handelswege wieder öffnen und begann große Bauvorhaben, die in diesem Ausmaß seit dem Mittleren Reich nicht mehr durchgeführt wurden. Das Bauprogramm gipfelte in der Konstruktion der letzten Pyramide, die je von einem einheimischen ägyptischen Herrscher gebaut wurde. Ahmoses Politik legte den Grundstein für das Neue Reich, in dem Ägypten den letzten Höhepunkt seiner Macht erreichte.

  1. Die Schreibung mit
    tritt zwischen dem 18. und 22. Regierungsjahr auf. Daniel Polz: Der Beginn des Neuen Reiches. Zur Vorgeschichte einer Zeitenwende (= Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Kairo. Sonderschrift 31). de Gruyter, Berlin u. a. 2007, ISBN 978-3-11-019347-3, S. 57; Claude Vandersleyen: L'Egypte et la vallée du Nil. Tome 2: De la fin de l'Ancien Empire à la fin du Nouvel Empire. Paris 1995, S. 217.
  2. Restliche Regierungszeit nach Vertreibung der Hyksos aus Ägypten 25 Jahre und 4 Monate.
  3. 1 2 3 Regierungszeit 25 Jahre.
  4. Regierungszeit 28 Jahre.