Akkord-Skalen-Theorie
Unter der Bezeichnung Akkord-Skalen-Theorie (englisch Chord Scale Theory) veröffentlichten die Autoren Richard Graf und Barrie Nettles am Ende der 1990er-Jahre eine Methode zur praktischen Vermittlung der Jazzharmonik und darauf aufbauender Improvisationsstrategien, die im Verlauf der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts von Lehrkräften des Berklee College of Music zunächst als methodischer Ansatz (chord scale approach) entwickelt worden war, und die als Chord Scale System zu einem internationalen Standard für Jazz- und Popmusiker geworden ist.
Graf und Nettles erklärten zur Wahl des Begriffs „Theorie“, ihre Methode sei aus der praktischen Anwendung heraus entwickelt und für den Einsatz in der Praxis konzipiert worden, weswegen die Bezeichnung „Theorie der Akkordskalen“ daher nur insoweit zutreffe, als sie versucht hätten, „verschiedene Arten musikalischer Phänomene in ein theoretisches Konzept zu fassen, das schließlich in einer Veröffentlichung mündete.“.
- ↑ Richard Graf, Barrie Nettles: Die Akkord-Skalen-Theorie & Jazz-Harmonik. Advance Music, Rottenburg/N. 1997, ISBN 3-89221-055-1.
- ↑ Hal Crook: Chord-Tone vs. Chord-Scale Soloing.; abgerufen am 12. April 2026 (englisch).
- ↑ Siehe S. 11 der englischsprachigen Ausgabe:
This method, as indicated above, was developed from practical application and designed to be used in practice. The term theory of chord scales applies only inasmuch as we tried to put different kinds of musical phenomena in a theoretical concept resulting in a publication.
In: Richard Graf, Barrie Nettles: The Chord Scale Theory & Jazz Harmony. Advance Music, 1997, ISBN 3-89221-056-X (englisch).