Alabama

Alabama
Flagge Siegel
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Montgomery
Staatsmotto: Audemus jura nostra defendere
(lat.: Wir wagen es, unsere Rechte zu verteidigen)
Amtssprache: Englisch
Fläche: 135.765 km²
Einwohner: 5.024.279 (Zensus 2020) (35 E. / km²)
Mitglied seit: 14. Dezember 1819
Zeitzone: UTC−6 (CST)
UTC−5 (Sommerzeit)
Höchster Punkt: 734 m (Cheaha Peak)
Durchschn. Höhe: 152 m
Tiefster Punkt: 0 m Golf von Mexiko
Gouverneurin: Kay Ivey (R)
Post / Amt / ISO AL / Ala. / US-AL
Karte von Alabama

Alabama [æləˈbæmə] (amerik. Aussprache anhören) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Südstaatenregion. Er grenzt im Norden an Tennessee, im Osten an Georgia, im Süden an Florida und den Golf von Mexiko und im Westen an Mississippi. Gemessen an der Größe der Staatsfläche ist Alabama der 30., nach Stärke der Bevölkerung der 24. unter den 50 US-Bundesstaaten.

Alabama trägt den Spitznamen „Yellowhammer State“ (dt. Goldspechtstaat), nach dem Staatsvogel, und ist auch als „Heart of Dixie“ und „Cotton State“ bekannt. Der Staat ist geografisch sehr vielfältig, wobei der Norden vom gebirgigen Tennessee Valley und der Süden von der Mobile Bay, einem historisch bedeutenden Hafen, dominiert wird. Alabamas Hauptstadt ist Montgomery, und die größte Stadt nach Einwohnerzahl und Fläche ist Huntsville. Die älteste Stadt ist Mobile, die 1702 von französischen Kolonisten (Alabama-Kreolen) als Hauptstadt von Französisch-Louisiana gegründet wurde. Der Großraum Birmingham ist Alabamas größter Ballungsraum und sein wirtschaftliches Zentrum. Politisch ist Alabama als Teil des tiefen Südens oder „Bible Belt“ ein überwiegend konservativer Staat und für den verbreiteten evangelikalen Protestantismus bekannt.

Ursprünglich war das heutige Alabama, in dem viele Eingeborenenstämme lebten, seit dem 16. Jahrhundert spanisches Territorium, bis es Anfang des 18. Jahrhunderts von den Franzosen übernommen wurde. Die Briten gewannen das Gebiet 1763, bis sie es im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verloren. Spanien hielt Mobile als Teil von Westflorida bis 1813. Im Dezember 1819 wurde Alabama als Staat anerkannt. Während der Vorkriegszeit war Alabama ein bedeutender Baumwollproduzent und setzte in großem Umfang afroamerikanische Sklavenarbeiter ein. Im Sezessionskrieg schloss sich Alabama 1861 den Konföderierten Staaten von Amerika an, deren erste Hauptstadt Montgomery war. Nach der Niederlage der Südstaaten trat Alabama 1868 wieder den Nordstaaten bei und litt anschließend jahrzehntelang unter wirtschaftlicher Not, da die Landwirtschaft und einige wenige Nutzpflanzen die Hauptantriebskraft der lokalen Wirtschaft waren. Ähnlich wie in anderen ehemaligen Sklavenstaaten wandte der Gesetzgeber in Alabama vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre die Jim-Crow-Gesetze an. Aufsehen erregende Ereignisse wie die Märsche von Selma nach Montgomery machten den Bundesstaat in den 1950er und 1960er Jahren zu einem wichtigen Zentrum der Bürgerrechtsbewegung.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Alabama dank diversifizierter industrieller Entwicklungen. Im Jahr 1960 gründete die NASA in Huntsville das Marshall Space Flight Center, worauf sich eine lokale Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelte. Im 21. Jahrhundert stützt sich die Wirtschaft Alabamas auf die Automobilindustrie, das Finanzwesen, den Tourismus, die verarbeitende Industrie, die Luft- und Raumfahrt, die Mineralienförderung, das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, den Einzelhandel und die Technologie.