Alcina

Werkdaten
Originaltitel: Alcina

Titelblatt des Librettos, London 1735

Form: Opera seria
Originalsprache: Italienisch
Musik: Georg Friedrich Händel
Libretto: unbekannt, L’isola di Alcina (1728)
Literarische Vorlage: Ludovico Ariosto, Orlando furioso (1516)
Uraufführung: 16. April 1735
Ort der Uraufführung: Theatre Royal, Covent Garden, London
Spieldauer: 3 ¼ Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Alcinas Zauberinsel im Mittelmeer, im letzten Drittel des 8. Jahrhunderts
Personen
  • Alcina, eine Zauberin (Sopran)
  • Ruggiero, ein Ritter (Mezzosopran)
  • Morgana, Alcinas Schwester (Sopran)
  • Bradamante, Ruggieros Braut, verkleidet als ihr eigener Bruder „Ricciardo“ (Alt)
  • Oronte, Heerführer Alcinas, Geliebter Morganas (Tenor)
  • Melisso, Bradamantes Vertrauter (Bass)
  • Oberto, Sohn des Paladins Astolfo, auf der Suche nach seinem Vater (Sopran)
  • Damen, Pagen, Dienerinnen, Junge Ritter, Zauberwesen, Geister der Unterwelt (Chor und Ballett)

Alcina (HWV 34) ist eine Oper (Dramma per musica) in drei Akten von Georg Friedrich Händel, die am 16. April 1735 im Theatre Royal, Covent Garden, in London uraufgeführt wurde. Es ist seine dritte Oper, deren Handlung auf Ariosts Orlando furioso fußt. Alcina ist allgemein als eins der größten Meisterwerke Händels anerkannt und spielte auch eine bedeutende Rolle in der Händel-Renaissance und der Wiederbelebung der Barockoper. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stand Alcina (zusammen mit Rodelinda) auf Platz drei der meist aufgeführten Opern Händels, nach Giulio Cesare und Serse.

  1. Anthony Hicks: Alcina, An Introduction, Booklettext zu: Alcina. EMI CDS 7-497712, Hayes 1988, S. 4
  2. Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, S. 8