Alexander III. (Russland)
Alexander III. (russisch Александр III; gebürtig Alexander Alexandrowitsch Romanow, russisch Александр Александрович Романов; * 26. Februarjul. / 10. März 1845greg. im Winterpalast, Sankt Petersburg; † 20. Oktoberjul. / 1. November 1894greg. im Liwadija-Palast, Krim) entstammte dem Hause Romanow-Holstein-Gottorp und war von 1881 bis 1894 Zar von Russland.
Alexander III. erhielt noch zu Lebzeiten den Titel „Friedensstifter“ (russisch: mirotworez), weil es in seiner Amtszeit keinen größeren Krieg mit einer europäischen Großmacht gab.
- ↑ Im zeitgenössischen Sprachgebrauch und im Ausland war es bis 1917 üblich, den Kaiser als Zar zu bezeichnen, was sich im Bewusstsein der Nachwelt erhalten hat. Dies traf nicht den geltenden Würdeanspruch des Kaiserreichs, war aber die Fortlebung der spezifisch russischen Wirklichkeit in Form des Moskauer Zarenreiches, das als Grundlage des neuen Imperiums diente. Dies führte im 19. Jahrhundert zu einer nicht quellengerechten Begriffssprache und einem überkommenen Begriffsapparat in der deutschen Literatur. Siehe: Hans-Joachim Torke: Die russischen Zaren, 1547–1917, S. 8; Hans-Joachim Torke: Die staatsbedingte Gesellschaft im Moskauer Reich, Leiden, 1974, S. 2; Reinhard Wittram: Das russische Imperium und sein Gestaltwandel, in: Historische Zeitschrift, Bd. 187, H. 3 (Jun., 1959), S. 568–593, S. 569.
- ↑ Andreas Künzli: L.L. Zamenhof (1859–1917). Esperanto, Hillelismus (Homaranismus) und die „jüdische Frage“ in Ost- und Westeuropa. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2010 S. 34