Althochdeutsche Sprache

Althochdeutsch

Gesprochen in

im Ostteil des Frankenreichs, später im Heiligen Römischen Reich, von der sogenannten „Benrather Linie“ im Norden bis zur romanischen, slawischen und anfangs „awarischen“, dann ungarischen Sprachgrenze
Sprecher seit ca. 1050 keine mehr, entwickelte sich zur Mittelhochdeutschen Sprache
Linguistische
Klassifikation
Sprachcodes
ISO 639-1
ISO 639-2 goh
ISO 639-3 goh

Als althochdeutsche Sprache oder Althochdeutsch (abgekürzt Ahd.) bezeichnet man die älteste schriftlich überlieferte Sprachstufe des Deutschen, die zwischen 650 und 1050 gesprochen wurde und ab Mitte des 8. Jahrhunderts erstmals in Handschriften fassbar wird. Ihr unmittelbarer Vorläufer war das Voralthochdeutsche, das sich vom Althochdeutschen vor allem durch die noch nicht durchgeführte Zweite Lautverschiebung unterscheidet und im 5. bis 7. Jahrhundert gesprochen wurde. Das Voralthochdeutsche wiederum ist die südliche Teilgruppe des Westgermanischen, zu dem auch die Vorläufer des Altsächsischen, Altfriesischen, Altniederländischen und Altenglischen gehören.

  1. Stefan Sonderegger: Althochdeutsche Sprache und Literatur: Eine Einführung in das älteste Deutsch. Darstellung und Grammatik. 3. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin / New Yok 2003, ISBN 3-11-017288-7, S. 1–5.
  2. Lars Löber: Althochdeutsch. In: brockhaus.de. Verlag F. A. Brockhaus/wissenmedia in der inmediaONE [Herausgebendes Organ], März 2013, abgerufen am 8. Februar 2026 (Gütersloh; München).