Altrömisches Glaubensbekenntnis

Das Altrömische Glaubensbekenntnis, auch kurz Romanum genannt, ist eines der ersten überlieferten christlichen Glaubensbekenntnisse, aus dem sich später das Nicäno-Konstantinopolitanum und das Apostolische Glaubensbekenntnis entwickelten. Ursprünglich auf Griechisch verfasst, wurde es von Rufinus von Aquileia ins Lateinische übertragen.

Ob das Romanum zwischen den Jahren 125 und 135 entstand, wird kontrovers diskutiert. Bei dem postulierten stadtrömischen Taufbekenntnis handelt es sich bei dem Text wahrscheinlich ursprünglich um das persönliche Bekenntnis des Markell von Ankyra, das, nach seiner Rezeption in der Gemeinde von Rom im 4. Jahrhundert, im Westen als „Symbolum Apostolicum“ Verbreitung fand.

Der einleitende Satz nennt Gott, den Vater, den „Pantokrator“ (griechisch παντοκράτωρ pantokrátōr), das heißt den Allherrscher, und Jesus seinen einziggeborenen Sohn (griechisch μονογενὴς υἱός monogenḕs huiós).

  1. Markus Vinzent, Der Ursprung des Apostolikums im Urteil der kritischen Forschung, Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte 89, Göttingen 2006, ISBN 3-525-55197-5.