Amazonasbecken
Als Amazonasbecken (portugiesisch Bacia do rio Amazonas), Amazonastiefland oder Amazonien wird das Einzugsgebiet des Amazonas bezeichnet. Es bedeckt einen Großteil der nördlichen Hälfte des Kontinents Südamerika. Der Amazonas hat weltweit mit Abstand die größte Wasserschüttung (siehe „Abfluss“ in der Liste der längsten Flüsse der Erde).
Diese größte Stromebene Südamerikas, eine äquatoriale Regenwald-Tiefebene, erhält die sie formenden Wasser zuvorderst aus den Anden. Die Hauptflussrichtung weist dort zunächst nach Norden und wechselt dann quer über den gesamten Kontinent nach Osten. Nördlich liegt die durch die Bergländer Guayanas getrennte Orinoco-Ebene, wobei jedoch über den Casiquiare eine Verbindung zwischen den Flusssystemen des Amazonas und des Orinoco besteht. Südlich liegt die Ebene des Río Paraguay und Paraná.
Das Amazonasbecken und seine CO2-Senken gelten als gefährdetes Kippelement des Erdklimasystems.
- ↑ Timothy M. Lenton, Hermann Held, Elmar Kriegler, Jim W. Hall, Wolfgang Lucht, Stefan Rahmstorf, Hans Joachim Schellnhuber: Tipping elements in the Earth's climate system. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 105, Nr. 6, 12. Februar 2008, ISSN 0027-8424, S. 1786–1793, doi:10.1073/pnas.0705414105, PMID 18258748, PMC 2538841 (freier Volltext) – (pnas.org [abgerufen am 7. Oktober 2025]).
- ↑ Niklas Franzen: Weltraumbehörde über Amazonas: „Das System erreicht seinen Kipppunkt“. In: Die Tageszeitung: taz. 7. Oktober 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 7. Oktober 2025]).