Amerikanischer Bison
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Amerikanischer Präriebison (Bos bison bison) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Bos bison | ||||||||||||
| Linnaeus, 1758 |
Der Amerikanische Bison (Bos bison, teilweise auch Bison bison), oft auch als Büffel (engl. buffalo) bezeichnet, ist ein in Nordamerika verbreitetes Wildrind und zugleich das größte Landsäugetier der Region. Ob er zusammen mit dem in Europa vorkommenden, ihm ähnlichen Wisent eine eigene Gattung der Bisons (Bison) bildet, ist in der Forschung umstritten. Heute werden beide aber häufig zu den Eigentlichen Rindern (Bos) gestellt.
Der angestammte Lebensraum des Präriebisons (B. bison bison) liegt im offenen Grasland der nordamerikanischen Prärien, derjenige des Waldbisons (B. bison athabascae) in nördlichen Waldgegenden. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus Süßgräsern und Sauergrasgewächsen, die die Wiederkäuer beim langsamen Grasen aufnehmen.
Bisonkühe und Kälber leben in Herden, die für gewöhnlich um fünfzig Tiere umfassen. Die Bullen leben entweder als Einzelgänger oder in eigenen kleinen Gruppen. Während der Brunst zwischen Juli und August schließen die Bullen sich den Kühen an und halten sich eng an deren Seite (engl. tending), bevor es zur Paarung kommt. Im April und Mai bringen die Kühe ihre Kälber zur Welt, die bis zu einem Alter von 4 bis 6 Monaten von der Mutter gesäugt werden.
Während der Bestand der Bisons vor der Ankunft der europäischen Siedler in Nordamerika auf rund 30 Millionen Tiere geschätzt wird, wurden die Tiere bis zum Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund exzessiver Bejagung fast ausgerottet. Im Jahr 1885 lag die Gesamtpopulation bei nur noch etwa 1.000 Tieren. Durch die Gründung des Yellowstone-Nationalparks im Jahr 1872 sowie des Wood-Buffalo-Nationalparks im Jahr 1922 konnte die Art in Nordamerika gerettet werden und erholt sich seitdem langsam.
Im Mai 2016 unterzeichnete Präsident Barack Obama den National Bison Legacy Act, der den Amerikanischen Bison neben dem Weißkopfseeadler zum Nationaltier der Vereinigten Staaten von Amerika macht.
Im Jahr 2022 lag die Gesamtzahl der wildlebenden Tiere allein in den USA bei etwas mehr als 190.000 Tieren. Der IUCN stuft die Art aufgrund ihrer Abhängigkeit von Schutzmaßnahmen und der nur geringen Zahl von ausreichend großen Einzelpopulationen mittlerweile nur noch als „potenziell gefährdet“ (engl. near threatened) ein.
- ↑ American Bison. Bison bison. worldpopulationreview.com, abgerufen am 1. November 2025
- ↑ Bison Population by State 2025. IUCN, abgerufen am 1. November 2025