Andreas Weigel (Literaturwissenschaftler)

Andreas Weigel (* 3. Oktober 1961 in Bludenz, Vorarlberg) ist ein in Wien lebender deutsch-österreichischer Kulturwissenschaftler. Er ist Autor einer zweibändigen Monografie über Hans Wollschlägers experimentellen Roman „Herzgewächse oder Der Fall Adams“, einer Tourismusgeschichte der Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau und einer Franz-von-Suppè-Monografie, die zur grundlegenden Korrektur von Suppès weitgehend frei erfundenen Biografie geführt hat. Weiters hat Weigel Karl Kraus’ ambivalentes Verhältnis zu Sigmund Freuds Psychoanalyse, den 1928 erfolgten Kindesmissbrauch-Prozess gegen Adolf Loos, die vielfältigen Österreich-Beziehungen von James Joyce sowie Hans Wollschlägers Briefwechsel mit Alice Schmidt erforscht und dokumentiert. Weigels aktueller Forschungsschwerpunkt ist die frühe Biografie des Filmregisseurs Fritz Lang und die verborgen gebliebene Lebensgeschichte seiner nächsten Verwandten.

  1. Bis 1982 deutscher Staatsbürger, siehe Deutsche Nationalbibliothek: Eintrag Andreas Weigel.
  2. Andreas Weigel: „Der Prophet und der apokalyptische Reiter“. Karl Kraus und die Psychoanalyse (Sigmund Freuds). (Memento vom 31. August 2010 im Internet Archive)
  3. Andreas Weigel: Strafverfahren gegen Adolf Loos wegen Schändung sowie Verführung zur Unzucht (1928). Vertiefte Analyse des Gerichtsaktes zum „Fall Adolf Loos“.
  4. Erkundungen zur frühen Biografie des Film-Regisseurs Fritz Lang (1890–1976) und zur Lebensgeschichte seiner nächsten Verwandten.