Andromedagalaxie

Galaxie
Andromedagalaxie
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Bild der Andromedagalaxie mit sichtbarem Licht, sichtbar sind zusätzlich die Satellitengalaxien Messier 32 oberhalb und Messier 110 unterhalb des Galaxiezentrums
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Sternbild Andromeda
Position
Äquinoktium: J2000.0, Epoche: J2000.0
Rektaszension 0h 42m 44,3s
Deklination +41° 16′ 09″
Erscheinungsbild
Morphologischer Typ SA(s)b LINER
Helligkeit (visuell) 3,5 mag
Helligkeit (B-Band) 4,3 mag
Winkel­ausdehnung 191 × 62
Positionswinkel 35°
Inklination °
Flächen­helligkeit 13,5 mag/arcmin²
Physikalische Daten
Zugehörigkeit Lokale Gruppe, LGG 11
Rotverschiebung −0,001001 ± 0,000013
Radial­geschwin­digkeit (−300±4) km/s
Hubbledistanz
H0 = 73 km/(s • Mpc)
Entfernung 2500000 Lj  
Absolute Helligkeit mag
Masse 0,7... 2.5e12 M
Durchmesser 120000
150000 Lj
Metallizität [Fe/H] {{{Metallizität}}}
Geschichte
Entdeckung {{{Entdecker}}}
Entdeckungsdatum {{{Entdeckungsdatum}}}
Katalogbezeichnungen
M 31  NGC 224  UGC 454  PGC 2557  CGCG 535-017  MCG +07-02-016  IRAS 00400+4059  2MASX J00424433+4116074  GC 116  h 50  Bode 3 • Flamsteed 58 • Hevelius 32 • Ha 3.3 • IRC +40013

Die Andromedagalaxie, auch (veraltet) Andromedanebel oder Großer Andromedanebel genannt, ist mit rund 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung die am nächsten zur Milchstraße gelegene Spiralgalaxie. Sie ist zugleich das entfernteste Objekt, das unter guten Bedingungen ohne technische Hilfsmittel mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Sie liegt im Sternbild Andromeda, von dem auch ihr Name stammt. Häufig wird sie auch kurz als M31 bezeichnet nach ihrem Eintrag im Messier-Katalog.

Die Andromedagalaxie ähnelt der Milchstraße. Beide Galaxien beherbergen die gleichen Arten von astronomischen Objekten, aus der „äußeren“ Perspektive auf die Andromedagalaxie besteht jedoch eine bessere Sicht auf die Struktur. Es sind dunkle Staubbänder, Sternentstehungsgebiete und im Außenbereich über 200, möglicherweise 500 Kugelsternhaufen auszumachen. Auch können in immer größeren Bereichen ihre einzelnen Sterne beobachtet werden. Die Galaxie weist im Zentrum ein massereiches Schwarzes Loch von etwa 100 Millionen Sonnenmassen auf, Spiralarme erstrecken sich davon bis zu einer Distanz von rund 80.000 Lichtjahren aus, ihr Halo durchmisst über eine Million Lichtjahre.

Hinsichtlich des Halos ist die Andromedagalaxie das größte Mitglied der Lokalen Gruppe, einer Ansammlung gravitativ gebundener Galaxien. Die Andromedagalaxie und die ähnlich massereiche Milchstraße sind in der Lokalen Gruppe die beiden mit Abstand massereichsten Mitglieder und binden jeweils eine Vielzahl von Satellitengalaxien an sich. Die in der jüngeren Literatur angegebenen Werte für die Masse der Andromedagalaxie bewegen sich zwischen 700 und 2500 Milliarden Sonnenmassen, wovon ihre Sterne etwa 100 Milliarden Sonnenmassen ausmachen.

Die Andromedagalaxie wird seit langem wissenschaftlich untersucht. Es gelang allerdings erst Ende des 19. Jahrhunderts, dieses zuvor auch in Teleskopen nur als Nebelfleck erscheinende Objekt als Spiralnebel, gebildet aus Sternen, näher zu bestimmen. Anhand der Andromedagalaxie wurde dann in den 1920er Jahren festgestellt, dass Spiralnebel eigenständige, außerhalb der Milchstraße gelegene Sternsysteme sind. Damit schritt der Erkenntnisgewinn einher, dass das Weltall neben der Milchstraße aus zahlreichen weiteren Galaxien besteht. Abweichungen zwischen berechneter und beobachteter Rotation in der Andromedagalaxie deuteten seit etwa 1940 auf Dunkle Materie oder eine Abweichung zur Newtonschen Dynamik hin. Seit der Jahrtausendwende findet man vermehrt Spuren einer zurückliegenden Kollision mit einer anderen Galaxie.

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  2. 1 2 3 4 SEDS: NGC 224
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  6. Igor D. Karachentsev, Valentina E. Karachentseva, Walter K. Huchtmeier, Dmitry I. Makarov: A Catalog of Neighboring Galaxies. In: The Astronomical Journal. Band 127, Nr. 4, S. 2031–2068, bibcode:2004AJ....127.2031K (englisch).
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  8. Laura L. Watkins, N. Wyn Evans, Jin H. An: The masses of the Milky Way and Andromeda galaxies. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 406, Nr. 1, 2010, S. 264–278, bibcode:2010MNRAS.406..264W (englisch).
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