Arraiolos-Gruppe

Bulgarien Rumen Radew
Deutschland Frank-Walter Steinmeier
Estland  Alar Karis
Finnland  Alexander Stubb
Griechenland  Konstantinos Tasoulas
Irland  Catherine Connolly
Italien Sergio Mattarella
Kroatien  Zoran Milanović
Lettland Edgars Rinkēvičs
Malta Myriam Spiteri Debono
Österreich Alexander Van der Bellen
Polen Karol Nawrocki
Portugal António José Seguro
Slowakei Peter Pellegrini
Slowenien Nataša Pirc Musar
Ungarn Tamás Sulyok

Die Arraiolos-Gruppe ist ein seit 2003 bestehender informeller Zusammenschluss von sechzehn nicht-exekutiven Staatsoberhäuptern innerhalb der Europäischen Union. Nicht-exekutiv sind in der Regel die Staatspräsidenten in parlamentarischen Regierungssystemen, sie erfüllen meist nur repräsentative Funktionen. Die Gruppe wurde 2003 auf Initiative des portugiesischen Präsidenten Jorge Sampaio gegründet und hält einmal jährlich ein Treffen ab. Sie wurde nach der portugiesischen Stadt Arraiolos, wo das erste Treffen stattfand, benannt. Die Treffen dauern in der Regel zwei Tage und enden mit gemeinsamen politischen Erklärungen der Teilnehmer zu internationalen Themen. Derzeit sind die Staatsoberhäupter Bulgariens, Deutschlands, Estlands, Finnlands, Griechenlands, Irlands, Italiens, Kroatiens, Lettlands, Maltas, Österreichs, Polens, Portugals, Sloweniens, der Slowakei und Ungarns Mitglieder der Gruppe.

  1. Karl-Rudolf Korte: Gesichter der Macht: Über die Gestaltungspotenziale der Bundespräsidenten. Campus-Verlag, Frankfurt/New York 2019, S. 226 f.
  2. Wortgirlanden: Präsidententreffen in Helsinki, Die Presse, 10. Februar 2010. Abgerufen am 17. Februar 2012.