Aspiration (Lunge)
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| P24.- | Aspirationssyndrome beim Neugeborenen |
| T17.- | Fremdkörper in den Atemwegen |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| PB04 | Unbeabsichtigte Gefährdung der Atmung durch Aspiration oder Verschlucken von Mageninhalt |
| PB05 | Unbeabsichtigte Gefährdung der Atmung durch Aspiration oder Verschlucken von Flüssigkeiten |
| PB06 | Unbeabsichtigte Gefährdung der Atmung durch Aspiration oder Verschlucken von Nahrungsmitteln |
| PB07 | Unbeabsichtigte Gefährdung der Atmung durch Aspiration oder Verschlucken von sonstigem Material oder Gegenständen |
| KB26 | Aspirationssyndrome beim Neugeborenen |
| KB26.0 | Mekoniumaspiration durch das Neugeborene |
| KB26.1 | Fruchtwasser- oder Schleimaspiration durch das Neugeborene |
| KB26.2 | Blutaspiration durch das Neugeborene |
| KB26.3 | Aspiration von Milch oder regurgitierter Nahrung durch das Neugeborene |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Mit Aspiration (lateinisch aspiratio, von aspirare „zuhauchen, einflößen, aspirieren“, aus ad „an“ und spirare „atmen“) bezeichnet man in der Medizin das Eindringen von Material aus dem Gastrointestinaltrakt in die Atemwege (Luftröhre und Lunge) während des Einatmens oder aufgrund fehlender Schutzreflexe bei Bewusstlosigkeit oder Bewusstseinsstörungen. Das in die Lunge eingedrungene Material kann dabei vielfältig sein, z. B. Speichel, Getränke, Nahrung, Mageninhalt, Blut, Fremdkörper oder Kontrastmittel.
Zur Therapie einer Aspiration kann eine Beatmung erforderlich sein.
Umgangssprachlich nennt man aspirieren auch „etwas in den falschen Hals bekommen“ oder „sich verschlucken“.
- ↑ K. H. Wollinsky, H.-H. Mehrkens, S. Haas: Der traumatologische Notfallpatient im Rettungsdienst. Kritische Beurteilung von 718 Notarzteinsätzen. In: Der Anaesthesist. Band 33, Heft 1, Januar 1984, S. 47–55, hier: S. 51