Bewusstseinsstörung
Bewusstseinsstörung ist eine Störung einer der Vitalfunktionen und von Elementarfunktionen der menschlichen Psyche. Sie gehört zu den psychopathologischen Symptomen und kann bei verschiedenen neurologischen und psychischen Erkrankungen auftreten.
Unter Bewusstseinsstörung wird in der deutschsprachigen Psychopathologie jede Beeinträchtigung oder (subjektiv ggf. sogar positiv empfundene) Veränderung des gewöhnlichen (normalen, durchschnittlichen oder gewohnheitsmäßig eingenommenen) Tages-, Normal- oder Alltagsbewusstseins verstanden. Die Fähigkeit Betroffener zur Selbstkontrolle ist dabei derart verändert, dass die Möglichkeit der üblichen Interaktion mit ihnen erschwert oder unmöglich ist.
Formal können die Bewusstseinsstörungen in quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen eingeteilt werden.
- ↑ Etwa bei Christian Scharfetter: Allgemeine Psychopathologie. Eine Einführung. Thieme, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-531501-0, S. 28–35, wo auf S. 35 unter 2.5.3. sogar explizit Bewußtseinssteigerung (Bewußtseinserweiterung) als Unterkapitel von Kap. 2.5 Pathologie des Bewußtseins – Bewußtseinsstörungen – Störungen der Vigilanz und der Bewußtseinsklarheit aufgeführt wird.
- ↑ Die neutrale Bezeichnung von veränderten Bewusstseinszuständen ist eher in der psychologischen Grundlagenforschung üblich; s. neben Charles Tarts Buch States of Consciousness. In: Psychol. Processes, El Cerrito CA 1983 seinen Klassiker Altered States of Consciousness. Doubleday, New York 1971 und indirekt darauf bezogen auch sein praktisch ausgerichtetes Werk Hellwach und bewußt leben. Scherz, München 1988, ISBN 3-502-67595-3, seit 1995 Arbor, Freiamt, ISBN 3-924195-24-2.
- ↑ von Charles Tart in Hellwach und bewußt leben. (1988) aus der Perspektive eines voll entwickelten und durchgehend achtsamen Bewusstseins aufgrund bestimmter Gründe Alltags- oder Konsensus-Trance genannt, s. insb. Kap. 10 Die alltägliche Trance oder Konsensus-Trance – der Schlaf des gewöhnlichen Bewußtseins (S. 127–154).