Atari 600XL
| Atari 600XL |
| Hersteller |
| Hauptentwickler |
| Mark Lutvak (Leitung), Joe Decuir (ANTIC), George McLeod (GTIA), Doug Neubauer (POKEY), Steve Mayer Research Lab (Hardware, Betriebssystem), Regan Cheng (Gehäuse) |
| Verkaufsstart und Neupreis |
| Oktober 1983 für 199 US-Dollar November 1983 für 159 £ September 1983 für 549 DM November 1983 für 2500 F |
| Einstellung der Produktion |
| September 1984 |
| Hauptprozessor |
| 6502 „Sally“ @ 1,79 MHz (NTSC) 6502 „Sally“ @ 1,77 MHz (PAL) |
| Arbeitsspeicher ab Werk |
| 16 KB DRAM |
| Grafikausgabe |
| Verschiedene Text- und Grafikmodi 8 einfarbige Sprites („Player“ und „Missiles“) Farbauswahl aus einer Palette von 256 Farben |
| Tonausgabe |
| 4 Tongeneratoren (Ausgabe via TV) |
| Lieferumfang (USA) |
| Computer, Netzteil, Anleitung, zwei Styroporschalen, Verpackung |
Der Atari 600XL ist ein Heimcomputer des US-amerikanischen Herstellers Atari, Inc. Er basiert auf einer eigens für Atari gefertigten Variante des Mikroprozessors MOS 6502.
Der Computer ist eine Weiterentwicklung des Atari 1200XL, der vor allem wegen Kompatibilitätsproblemen zu seinen Vorgängermodellen Atari 400 und Atari 800 keine nennenswerte Verbreitung fand. Die elektronischen Hauptbestandteile des Atari 1200XL und sein Gehäusedesign blieben weitestgehend erhalten, die problematischen Komponenten wurden jedoch überarbeitet. Ebenso überarbeitete man technische Details sowohl zur Erweiterbarkeit als auch zur Produktionsvereinfachung. Als Einsteigergerät und direkten Konkurrenten zum Texas Instruments TI-99/4A und Commodore VC 20 stattete der Hersteller den Atari 600XL mit 16 Kilobyte (KB) Arbeitsspeicher und der Programmiersprache BASIC aus.
Das Gerät kam von umfangreichen Werbekampagnen begleitet im Spätherbst 1983 weltweit in den Handel. Nach anfänglich guten, dann aber stetig sinkenden Verkaufszahlen wurde die Produktion schließlich im September 1984 zugunsten des profitableren und mit zeitgemäßen 64 KB Arbeitsspeicher ausgestatteten Atari 800XL eingestellt. Restbestände im sechsstelligen Stückzahlenbereich waren noch bis vermutlich Mitte 1985 vor allem in Europa erhältlich.
Die Fachpresse lobte das ansprechende Äußere, die gute Verarbeitung, das eingebaute Atari BASIC und das große Angebot an Peripheriegeräten und Programmen.