MOS Technology 6502
| MOS Technology 6502 | |||||||||||
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Mikroprozessor MOS 6502 im Plastikgehäuse (40-Pin-DIP) | |||||||||||
| Hersteller | MOS Technology, Rockwell, Synertek, UMC | ||||||||||
| Produktionsbeginn | 1975 | ||||||||||
| Technologie | NMOS | ||||||||||
| Transistoren | 3510 | ||||||||||
| Gehäuse | 40-Pin-DIP | ||||||||||
| Max. Taktfrequenz | 1 MHz bis 2 MHz | ||||||||||
| Datenbus | 8 Bit | ||||||||||
| Adressbus | 16 Bit | ||||||||||
| Adressraum | 64 KiB (Memory Mapped I/O) | ||||||||||
| Befehlssatz | 56 Befehle (MOS 6502) | ||||||||||
| Register |
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| Interrupts | IRQ, NMI, Reset, BRK (Software) | ||||||||||
Der MOS Technology 6502 ist ein 1975 eingeführter 8-Bit-Mikroprozessor, der durch seine aggressive Preisgestaltung und Effizienz die Heimcomputer- und Spielkonsolen-Ära maßgeblich einleitete. Entwickelt von einem Team um Chuck Peddle bei MOS Technology, durchbrach der Baustein den damaligen Marktpreis etablierter Konkurrenzmodelle von rund 300 US-Dollar mit einem Einführungspreis von lediglich 25 US-Dollar. Trotz eines im Vergleich reduzierten Befehlssatzes überzeugte der Entwurf durch leistungsfähige Adressierungsarten und gute Echtzeit-Eigenschaften. Dies machte ihn zum zentralen Baustein wegweisender Systeme wie dem Apple II, dem Commodore 64, dem BBC Micro sowie dem Nintendo Entertainment System.
Die Architektur war so einflussreich, dass sie die Entwicklung der späteren ARM-Architektur inspirierte und von der Fachzeitschrift IEEE Spectrum in die „Chip Hall of Fame“ aufgenommen wurde. Bis heute bleibt der 6502 durch eine aktive Retro-Computing-Szene präsent. Während eine modernisierte Variante als Ersatzteil oder Basis für neue Hardware-Projekte wie den Commander X16 dient, sichern präzise FPGA-Realisierungen den Fortbestand der 6502-Logik in der modernen Digitaltechnik.
- ↑ Greg James, Barry Silverman, Brian Silverman: Visualizing a Classic CPU in Action: The 6502. (PDF; 5,5 MB) 1. August 2010, abgerufen am 15. März 2021 (englisch): „3510 transistors“