Böhmischer Landtag

Der Böhmische Landtag, amtliche Bezeichnung: Landtag des Königreiches Böhmen (tschechisch Sněm království Českého, auch Český zemský sněm) in Prag war bis 1913 über mehrere Jahrhunderte hinweg die politische Vertretung des Königreichs Böhmen. Er entstand als Ständevertretung der Prälaten, Herren, Ritter und Königlichen Städte. Deren vornehmstes Privileg war das Recht der Königswahl des Böhmischen Königs und zwar im Fall des Aussterbens der herrschenden Dynastie.

  1. Uwe Tresp: Gewalt bei böhmischen Königswahlen im späten Mittelalter, in: Gewalt und Widerstand in der politischen Kultur des späten Mittelalters, hg. v. Martin Kintzinger, Frank Rexroth und Jörg Rogge (Vorträge und Forschungen des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte Band 80) Ostfildern 2015, S. 120
  2. Uwe Tresp S. 121