Bündnis Sahra Wagenknecht
| Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit | |
|---|---|
| Parteivorsitzende | Fabio De Masi Amira Mohamed Ali |
| Generalsekretär | Oliver Ruhnert |
| Stellvertretende Vorsitzende | Friederike Benda Shervin Haghsheno Christian Leye Michael Lüders Amid Rabieh Ralph Suikat Jessica Tatti |
| Bundesgeschäftsführer | Lukas Schön |
| Bundesschatzmeister | Silke Heßberg |
| Vorsitzende der Grundwertekommission | Sahra Wagenknecht |
| Entstehung | Abspaltung von Die Linke |
| Gründung | 20. Juli 2023 (als Verein) 8. Januar 2024 (als Partei) |
| Gründungsort | Berlin |
| Hauptsitz | Wallstraße 61 10179 Berlin |
| Jugendorganisation | Jugendbündnis im BSW (JSW) |
| Ausrichtung | Gesellschaftspolitischer Konservatismus Linke Wirtschaftspolitik |
| Farbe(n) | Violett/Orange |
| Bundestagssitze | 0/630 |
| Sitze in Landtagen | 41/1891 |
| Staatliche Zuschüsse | 7.031.689,26 Euro (2025) |
| Mitgliederzahl | 12.500 (Stand 21. Februar 2026) |
| Mindestalter | 16 |
| Durchschnittsalter | 54 (Stand Juli 2025) |
| Europaabgeordnete | 5/96 |
| EP-Fraktion | fraktionslos |
| Website | bsw-vg.de |
Das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (Kurzbezeichnung BSW) ist eine im Januar 2024 gegründete politische Partei in Deutschland. Namensgeberin und Mitgründerin ist Sahra Wagenknecht, die wie die meisten anderen Gründungsmitglieder zuvor der Partei Die Linke angehörte. Durch Übertritte von zehn Abgeordneten der Linken war die Partei im 20. Deutschen Bundestag als Gruppe vertreten. Darüber hinaus zog sie bei der Europawahl 2024 mit sechs Abgeordneten ins Europäische Parlament ein und wurde im Herbst des Jahres mit zweistelligen Ergebnissen in die Landtage von Sachsen, Thüringen und Brandenburg gewählt, wo sie seitdem jeweils die drittstärkste Kraft stellt. In Thüringen ist die Partei seit Dezember 2024 zudem an der Landesregierung (Kabinett Voigt) beteiligt; in Brandenburg war sie es von Dezember 2024 bis Januar 2026 im Kabinett Woidke V. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte sie knapp an der Fünf-Prozent-Hürde und verpasste den Einzug in den 21. Deutschen Bundestag. Eine Ende 2025 beschlossene Umbenennung der Partei in Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft ist für Oktober 2026 vorgesehen.
Beobachter ordnen die Partei in sozioökonomischen Aspekten als links und in soziokulturellen meist als konservativ oder rechts ein. Vor allem wegen der parteienrechtlich umstrittenen rigiden Praxis bei der Aufnahme von Parteimitgliedern wird das BSW auch als Kaderpartei bezeichnet. In den Wahlprogrammen finden sich sowohl gesellschaftspolitische Forderungen nach sozialem Ausgleich, etwa mit Mietendeckel, Bürgerversicherung und Mindestlohn, als auch restriktive Ansätze in der Migrationspolitik, Forderungen nach Senkung der Energiepreise und einem Ende von Privatisierungen sowie einer gerechteren Steuerpolitik.
- 1 2 3 BSW: neue Doppelspitze, neuer Vorstand und neuer Name. In: mdr.de. 7. Dezember 2025, abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Impressum. Bündnis Sahra Wagenknecht, abgerufen am 7. Juni 2024.
- ↑ Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit. Bundeszentrale für politische Bildung, 6. Februar 2025, abgerufen am 28. August 2025.
Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit. Bundeszentrale für politische Bildung, 26. August 2024, abgerufen am 28. August 2025. - ↑ Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2025. Deutscher Bundestag, 31. Januar 2026, abgerufen am 1. März 2026.
- ↑ BSW: Inhalte nicht über Bord werfen, nur um AfD zu verhindern. In: n-tv. 21. Februar 2026, abgerufen am 1. März 2026.
- ↑ BSW will eigenen Jugendverband gründen. In: Die Zeit, 26. Juli 2025, abgerufen am 27. Juli 2025.