Ballaststoff
Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.
Anders als die Bezeichnung nahelegt, gelten Ballaststoffe mittlerweile als wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Sie beugen einer Vielzahl ernährungsmitbedingter Krankheiten vor.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt als Richtwert täglich mindestens 30 g Ballaststoffe zu verzehren. In Deutschland nehmen 75 % der Frauen und 68 % der Männer weniger als dies zu sich.
Ballaststoffe werden in wasserlösliche (wie Johannisbrotkernmehl, Guar, Pektin und Dextrine) und wasserunlösliche (zum Beispiel Cellulose) eingeteilt. Sie sind nicht energielos. Einige Ballaststoffe können mithilfe von Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren aufgeschlossen werden. Die EU-Verordnung zur Nährwertkennzeichnung weist ihnen einen pauschalen Brennwert von 8 kJ/g (≈2 kcal/g) zu.
- ↑ Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ballaststoffe. 2021, abgerufen am 4. Januar 2026 (deutsch).
- ↑ Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Hrsg.): Ergebnisbericht, Teil 2 - Nationale Verzehrsstudie II. 2008 (bund.de [PDF]).