Bauplatte

Als Bauplatte werden im Bauwesen in der Regel Platten und Tafeln verstanden, die zur Ver- und Bekleidung und teilweise auch zur Befestigung oder als Putzträger dienen. Aus ihnen können auch leichte Trennwände, Schächte, abgehängte Decken hergestellt werden. Relativ universell werden Trockenbau-Platten wie Gipskartonplatten eingesetzt, früher auch Holzwolle-Leichtbauplatten (Sauerkrautplatten). Bauplatten mit spezielleren Eigenschaften sind etwa Brandschutzplatten, Wärmedämmplatten, Holzweichfaserplatte und Calciumsilikat-Platte. Vermehrt werden Bauplatten aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Mehrere Hersteller bieten Bauplatten aus Stroh, lehmgebundenen Pflanzenfasern (Lehmbauplatten), Schilfrohr und ähnlichen Materialien an, siehe etwa Hanfschäben-Leichtbauplatte.

In Abgrenzung zu den häufig verwendeten Gipsfaser- und Gipskartonplatten sind im Trockenbau sowie im Gewerk der Fliesenleger mit Bauplatte häufig Platten aus extrudiertem Polystyrol gemeint, die auf beiden Seiten eine glasgewebearmierte zementäre Beschichtung besitzen. Technisch werden diese auch als Fliesenträgerelemente bezeichnet.

  1. Bauen mit DIN-Normen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-82985-6, S. 296 ff. (google.de [abgerufen am 22. Januar 2025]).