Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union
Die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union wurden offiziell in der Nacht vom 3. zum 4. Oktober 2005 aufgenommen. Am 11. Dezember 1999 wurde dem Land der Status eines offiziellen Beitrittskandidaten der EU zuerkannt. Grundlage dafür war das Ankara-Abkommen aus dem Jahr 1963. Ein größeres Problem bei den Verhandlungen stellt die Nichtanerkennung des vollen Staatsgebietes des EU-Mitgliedes Republik Zypern seitens der Türkei dar.
Ein möglicher EU-Beitritt der Türkei ist seit Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) in der politischen Diskussion. Der Beitritt des Landes bleibt umstritten: Obwohl alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) den bisherigen Stadien des Beitrittsprozesses zugestimmt haben, lehnen große Teile der EU-Bürger und der türkischen Bürger ihn ab.
Am 10. November 2015 veröffentlichte die EU-Kommission einen kritischen Jahresbericht. Das EU-Parlament sprach sich am 24. November 2016 für ein Einfrieren der Beitrittsgespräche aus.
Die Türkei wird mit einer „Heranführungshilfe“ durch die Europäische Union finanziell unterstützt. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung flossen zwischen 2007 und 2013 rund 4 Milliarden Euro nach Ankara, zwischen 2014 und 2020 waren es weitere rund 3,2 Milliarden Euro. Auch für den Zeitraum 2021–2027 sind weitere Heranführungshilfen geplant.
- ↑ Ankara schickt sein größtes Polit-Talent. ( des vom 23. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Berliner Zeitung, 5. Oktober 2005.
- ↑ https://ec.europa.eu/ (PDF, 92 Seiten)
- ↑ EU Parliament wants to freeze Turkey membership talks. Washington Post, 24. November 2016 (AP).
- ↑ Overview - Instrument for Pre-accession Assistance - European Commission. 18. März 2024, abgerufen am 16. Juni 2025 (englisch).