Belagerung von Landau (1702)
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Die Belagerung von Landau fand vom 16. Juni bis 12. September 1702 während des Spanischen Erbfolgekriegs statt. Ein kaiserliches Heer unter der Führung von Ludwig Wilhelm, Markgraf von Baden-Baden, nahm die Festung Landau ein, die seit dem Vertrag von Rijswijk (1697) völkerrechtlich zum Königreich Frankreich gehörte, und deren Garnison unter dem Kommando des Comte de Mélac gehalten wurde.
Die ersten Kriegshandlungen des Erbfolgekrieges hatten sich 1701 auf Norditalien konzentriert, aber schon im folgenden Jahr begannen die militärischen Aktivitäten in der Kurpfalz: Ludwig von Baden und ein kaiserliches Heer überquerten den Rhein bei Speyer und zogen nach Süden, um Landau in der Pfalz zu erobern. Da er nicht gewillt war, seine stärkeren Gegner herauszufordern, beobachtete Nicolas de Catinat mit seiner französischen Armee aus der Ferne, wie die Landauer Verteidigungsanlagen durch Belagerungsartillerie, Minen und Infanterieangriffe systematisch geschwächt wurden. Nachdem er eine wichtige Verteidigungsposition verloren hatte, mussten Mélac und seine Garnison kapitulieren. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Kurfürstentum Bayern ein französischer Verbündeter, was das Kräfteverhältnis kippte und Ludwig von Baden zum Rückzug zwang. Das nächste Gefecht war die Schlacht bei Friedlingen am 14. Oktober 1702.