Bergbau in der Demokratischen Republik Kongo
Der Bergbau in der Demokratischen Republik Kongo ist ein wichtiger und vorwiegend auf den Export ausgerichteter Wirtschaftszweig des Landes. Das zentralafrikanische Land verfügt über Lagerstätten international stark nachgefragter Industrierohstoffe. Manche der mineralischen Bodenschätze waren mit zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen auf dem Gebiet der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und ihrer staatlichen Vorgängerstrukturen seit der Kolonialzeit des Landes verbunden.
Die DRK gehört zu den an mineralischen Bodenschätzen reichsten Staaten auf dem afrikanischen Kontinent. Darunter befinden sich Erze, aus denen strategisch bedeutsame Metalle, wie Cobalt, Kupfer, Niob und Tantal, gewonnen werden. Der Bergbau ist die ertragreichste Basis der kongolesischen Nationalökonomie, demzufolge haben sich wesentliche Infrastrukturen danach ausgerichtet, wie die Hauptverkehrsachsen, die industriell-urbanen Zentren mit Unternehmen eines vielfältig entwickelten verarbeitenden Sektors sowie die Stromerzeugung mit den dazugehörenden Netzen. Innerhalb dieser volkswirtschaftlichen Komplexität wurden im Bergbausektor und in seinem sozio-ökonomischen Umfeld eine große Zahl von Erwerbsmöglichkeiten geschaffen. Als damit verbundener Nachteil hat sich inländisch eine sehr inhomogene Verteilung von Arbeitsplätzen und Einkommensverhältnissen verfestigt. Weil der Bergbau überwiegend Exportprodukte erzeugt, besteht für das Land eine hohe Abhängigkeit vom Weltmarkt mit seinen Chancen und Risiken.
- ↑ Bernd Wiese: Zaire. Landesnatur – Bevölkerung – Wirtschaft. (= Wissenschaftliche Länderkunden, 15), Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt 1980, S. 182.