Berghof (Obersalzberg)
Der Berghof war ursprünglich ein Landhaus in Obersalzberg (damals ein Gemeindeteil von Salzberg, seit 1972 Gemeindeteil von Berchtesgaden im Landkreis Berchtesgadener Land), das von Adolf Hitler ab 1933 erworben und ausgebaut wurde, um es von 1936 bis Juli 1944 als (Wohn-)Residenz zu nutzen.
Dieses Gebäude bildete das Zentrum des Führersperrgebietes Obersalzberg, das mit dem Bau der „Kleinen Reichskanzlei“ 1937 und dem Flughafen Reichenhall-Berchtesgaden als zweiter Regierungssitz zu einer der Machtzentralen des NS-Staates wurde. Insgesamt verbrachte Hitler etwa ein Drittel seiner Regierungszeit auf dem Berghof, wo er auch ausländische Diplomaten und Politiker zu Verhandlungen empfing.
Das Gebäude wurde kurz vor Kriegsende durch einen britischen Luftangriff beschädigt und anschließend vom verbliebenen Teil der örtlichen SS in Brand gesteckt, 1952 ließ der Freistaat Bayern die Ruine sprengen. Die unweit vom ehemaligen Berghofgelände befindliche Dokumentation Obersalzberg stellt insbesondere die Verbindung von örtlicher und gesamter NS-Zeitgeschichte her.
- ↑ Institut für Zeitgeschichte München-Berlin: Der Obersalzberg als Ort der Zeitgeschichte. ( vom 14. Oktober 2016 im Internet Archive), online unter obersalzberg.de
- ↑ H. van Capelle, A.P. van de Bovenkamp: Der Berghof – Adlerhorst – Hitlers verborgenes Machtzentrum. Wien 2003, ISBN 978-3-85003-121-9, S. 201.