Berchtesgaden
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 47° 38′ N, 13° 0′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Berchtesgadener Land | |
| Höhe: | 572 m ü. NHN | |
| Fläche: | 35,63 km² | |
| Einwohner: | 7697 (31. Dez. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 216 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83471 | |
| Vorwahl: | 08652 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BGL, BGD, LF, REI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 72 116 | |
| Marktgliederung: | 14 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Rathausplatz 1 83471 Berchtesgaden | |
| Website: | www.gemeinde.berchtesgaden.de | |
| Erster Bürgermeister: | Franz Rasp (CSU) | |
| Lage des Marktes Berchtesgaden im Landkreis Berchtesgadener Land | ||
Berchtesgaden ist ein Markt im Landkreis Berchtesgadener Land im äußersten Südosten Oberbayerns. Als Mittelzentrum des südlichen Teiles des Landkreises Berchtesgadener Land gehört es regionalplanerisch zur Planungsregion Südostoberbayern, in der die Kreisstadt Bad Reichenhall gemeinsam mit Freilassing das nächste Oberzentrum bildet; das grenznahe österreichische Salzburg nimmt teilweise oberzentrale Funktionen wahr. Die nächste Großstadt innerhalb Deutschlands ist München.
Erstmals ist der Ort zwischen 1102 und 1105 als Ansiedlung der Klosterstiftung berthercatmen urkundlich erwähnt worden, dem als Kollegiatstift bereits 1156 die Forsthoheit und damit verbunden auch die Schürffreiheit auf Salz und Metall gewährt wurde. Salz- und Metallgewinnung sorgten für einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung und ließen den Ort zu einem Markt heranwachsen. Die Pröpste der Augustiner-Chorherren weiteten ihn zum Hauptort eines Territoriums aus, das bereits ab 1294 „weltlich“ eigenständig war. Von 1559 bis 1803 bildete Berchtesgaden das geistliche und weltliche Zentrum des zur Fürstpropstei Berchtesgaden erhobenen Klosterstifts, und die Fürstpröpste regierten von dort aus über das zwar kleine aber reichsunmittelbare Fürstentum Land Berchtesgaden bzw. Berchtesgadener Land, das seit 1973 als namensgebende Südregion Teil des Landkreises Berchtesgadener Land ist.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Berchtesgaden dank seiner Sehenswürdigkeiten und Naturdenkmale zu einem Touristenziel mit rapide wachsenden Gästezahlen. Der Aufschwung setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg fort, anfangs vor allem auch wegen des Führersperrgebiets in seiner Gnotschaft Obersalzberg und der damit verbundenen Rolle Berchtesgadens in der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei war Obersalzberg nicht nur eine „Wallfahrtsstätte für Ewiggestrige“, sondern gehört bis heute u. a. regelmäßig zum Besuchsprogramm amerikanischer Salzburg-Touristen.
Seit den 1990er-Jahren sind die Gästezahlen jedoch rückläufig, und die Gemeinde versucht sich seither, mit Ökologie und umweltverträglicherem Tourismus zu profilieren.
- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
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- ↑ Gerd Henghuber: Sorge um den Ruf, online unter zeit.de; zu „Nach dem Zweiten Weltkrieg vermochte der Ort gerade auch wegen seiner historischen Bedeutung während der Zeit des Nationalsozialismus an diesem Aufschwung wieder anzuknüpfen“ das Zitat aus der Quelle: „Neben den Touristen haben nämlich fünfzig Jahre nach Kriegsende auch Scharen von Journalisten den Obersalzberg entdeckt. Rasch war ein Zusammenhang zwischen den Touristenmassen und den Heften hergestellt: Der Obersalzberg, so sendete und schrieb man von Stuttgart bis Seoul, sei zu einer ‚Wallfahrtsstätte für Ewiggestrige‘ geworden.“ in Die Zeit 24/1995.
- ↑ DiePresse.com, 26. Februar 2005: Bayern: Urlaub auf Hitlers Lieblingsberg.