Bestattung von Bad Dürrenberg
Die Bestattung von Bad Dürrenberg ist eine mesolithische Doppelbestattung einer 25 bis 35 Jahre alten Frau und eines etwa 6 bis 8 Monate alten Kindes im heutigen Bad Dürrenberg im Saalekreis (Sachsen-Anhalt). Sie ist vor allem durch ihre ungewöhnlichen Grabbeigaben und medizinischen Anomalien bekannt geworden, aufgrund deren die Frau der Öffentlichkeit als „Schamanin von Bad Dürrenberg“ präsentiert wird. Sie war archäogenetisch eine Vertreterin der Westeuropäischen Jäger und Sammler. Das Grab wurde 1934 bei Kanalarbeiten im Kurpark von Bad Dürrenberg gefunden. Zwischen 1989 und 2014 wurden mittels Radiokarbonmethode insgesamt vier Altersbestimmungen am Skelettmaterial vorgenommen, die es auf ein Alter zwischen 9000 und 8600 Jahren datieren. Es handelt sich damit um die zweitälteste bekannte Bestattung in Sachsen-Anhalt. Heute ist der Fund im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt.
- ↑ Die Schamanin von Bad Dürrenberg: Das rätselhafte Kind | Archäologie exklusiv. Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. In: YouTube. Minute 3:15. 2. Februar 2023, abgerufen am 2. Februar 2023.
- ↑ So vom Landesmuseum für Vorgeschichte selbst: https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/dauerausstellung/menschenwechsel/die-schamanin-von-bad-duerrenberg.html (Abgerufen am 16. August 2023)
- ↑ J. M. Grünberg: Mesolithische Bestattungen in Mitteldeutschland. 2004, S. 275–287.
- ↑ vergleiche Epipaläolithikum bzw. Mesolithikum
- ↑ Judith M. Grünberg: The Mesolithic burials of the Middle Elbe-Saale region. 2016, S. 263–267.