Big-Mac-Index

Der Big-Mac-Index ist ein Indikator, der die Kaufkraft verschiedener Währungen anhand der Preise für einen Big Mac in verschiedenen Ländern vergleicht. Er wurde 1986 von der britischen Wochenzeitung The Economist erfunden, um einen leicht verständlichen Vergleich auf Basis von Kaufkraftparitäten zu ermöglichen und Über- und Unterbewertungen einzelner Währungen zu zeigen. Seitdem wird er regelmäßig erhoben und auch in wissenschaftlichen Studien und Lehrbüchern zitiert. 2025 ergänzte The Economist das Konzept um den McWages-Index, der die lokale Erschwinglichkeit von Big Macs pro Lohn und pro Arbeitsstunde ausweist.

Dazu werden die Preise eines Big Mac, einer Cheeseburger-Variante von McDonald’s, in den Währungen verschiedener Länder erhoben. Durch die Umrechnung zum aktuellen US-Dollar-Kurs wird die jeweilige Kaufkraft vereinfachend miteinander verglichen.

Der Big Mac wird hier als einfacher Indikator herangezogen, weil es ihn in vielen Ländern in standardisierter Größe, Zusammensetzung und Qualität gibt. Hinter dem Währungsvergleich steht die Annahme, dass sich die Preise für ein identisches Gut auf lange Sicht in allen Ländern angleichen.

  1. Matt Pelkey: The Price of McDonald's Around the World and America. In: CashNetUSA Blog. 14. März 2023, abgerufen am 15. Februar 2024 (amerikanisches Englisch).
  2. 1 2 The Economist (Hrsg.): The Big Mac index. 11. Juli 2018 (economist.com [abgerufen am 13. Juli 2018]).
  3. The McWages index: which countries earn the most Big Macs? In: The Economist (Graphic detail). 20. August 2025, abgerufen am 26. August 2025 (englisch).
  4. Peter Bofinger: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre. Zweite, aktualisierte Auflage. Pearson Studium, München 2007, S. 544.