Bilanzstrukturmanagement
Unter Bilanzstrukturmanagement (englisch Asset Liability Management; häufig abgekürzt: ALM) wird insbesondere im Bank- und Versicherungswesen eine betriebliche Funktion des Risikomanagements verstanden, die sich mit der Abstimmung der Bilanzpositionen der Aktiv- und Passivseite einer Bilanz befasst und dadurch die Steuerung des damit verbundenen Zinsänderungsrisikos übernimmt. Das Bilanzstrukturmanagement ist Henner Schierenbeck zufolge ein strategisches Controlling und zielt darauf ab, das bilanzwirksame Kundengeschäft und den Interbankenhandel durch Maximierung des Zinsüberschusses unter Einhaltung externer Bilanzstrukturnormen (Kapitaladäquanzverordnung, Liquiditätsverordnung, Solvabilität II) und betriebsinternen Regelungen (Risikoselektion) sicherzustellen.
- ↑ Heinz Zimmermann: Asset- & Liability Management, in: Bruno Gehrig, Heinz Zimmermann, Fit for Finance. Theorie und Praxis der Kapitalanlage, 4. Auflage, Verlag Neue Zürcher Zeitung/Zürich, 1997, S. 321–343; ISBN 3-85823-697-7
- ↑ Henner Schierenbeck: Ertragsorientiertes Bankmanagement, 1987, S. 291
- ↑ Helmut Wagner, Günter Altrogge, Ludwig Pack: Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensforschung, 1994, S. 24 ff.