Borum Eshøj
Der Borum Eshøj gehört zu den großen Grabhügeln der Bronzezeit im dänischen Jütland. Die drei zu Baumsärgen verarbeiteten Eichenstämme wurden etwa um 1400 v. Chr. gefällt. Die Inhalte eines Frauen- und zweier Männergräber gehören zu den weltweit besterhaltenen Textilfunden der dän. „Højfolket“ genannten Kultur der Bronzezeit.
Der etwa neun Meter hohe Hügel am Bakkevej in Borum nordwestlich von Århus hatte 38 m Durchmesser und liegt 100 m über dem Meer, eine für Dänemark ungewöhnliche Höhe. Heute gibt es nur noch wenige solcher Großhügel (dänisch Storhøj). Ausgrabungen haben den steilen Hügel soweit reduziert, dass nur ein Kernhügel von etwa 19 m Durchmesser und 6,0 m Höhe blieb bzw. restauriert wurde. Mehrere umliegende Hügel verschwanden fast vollständig, weil sie überpflügt wurden. Auf der Hochebene um den Borum Eshøj sind rund 40 Grabhügel bekannt.
- Borum Eshøj
- Lage
- Rekonstruktion des Borum Eshøj
- Ausgrabung des Borum Eshøj – Zeichn. J. M. Petersen 1879
- Rekonstruierte Frauentracht aus dem Borum Eshøj
- Männergrab
Der erste Fund aus dem Borum Eshøj war ein Bronzeschwert. Es kam zutage, als 1850 beim Abbau von Erde an der Ostseite des Hügels eine Steinkiste freigelegt wurde.