Brandleitetunnel

Brandleitetunnel
Portal des Brandleitetunnels 2004 aus Richtung Oberhof gesehen
Nutzung Eisenbahntunnel
Verkehrsverbindung Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen
Länge 3039 m
Anzahl der Röhren 1
Querschnitt Lichte Weite: 8,20 m–9,00 m

Lichte Höhe: 5,85 m–6,05 m

Größte Überdeckung 237 m
Bau
Baubeginn 28. Mai 1881
Fertigstellung 19. März 1884
Betrieb
Betreiber DB InfraGO
Freigabe 1. August 1884
Lagekarte
Koordinaten
Westportal 50° 41′ 5,4″ N, 10° 42′ 41,6″ O
Ostportal 50° 41′ 14,6″ N, 10° 45′ 15,9″ O

Der Brandleitetunnel ist ein 1884 eröffneter Eisenbahntunnel, der den Scheitel des Thüringer Waldes im Bundesland Thüringen in Deutschland quert.

Mit einer Länge von 3039 m war er bis zum Jahr 2013 (Fertigstellung des Finnetunnels) der längste Eisenbahntunnel Thüringens und seinerzeit auch der längste der Deutschen Reichsbahn. Durch den Tunnel führt zweigleisig die heute teils modernisierte Bahnverbindung zwischen den Bahnhöfen Gehlberg (Streckenkilometer 35,58; 598 m ü. NN) und Oberhof (Streckenkilometer 40,06; 639 m ü. NN) der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen. Der unterquerte Rennsteig ist an dieser Stelle etwa 900 m hoch. Der Tunnel selbst verläuft gerade und nahezu in West-Ost-Richtung, nur die letzten Meter vor dem westlichen Portal haben eine leichte Krümmung nach Süden.

  1. Lengeling: Der Brandleite-Tunnel in der Eisenbahnlinie Erfurt–Grimmenthal–Ritschenhausen. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 1881, Nr. 22.