Brauchtum Ostfrieslands
Das Brauchtum Ostfrieslands spielt bis heute eine große Rolle im Jahres- und Lebenslauf. Die bekannteste Tradition über die Region hinaus ist die Ostfriesische Teekultur. Neben festen Ritualen zu Feiertagen wie Neujahr, Ostern oder Weihnachten gibt es Bräuche, die sich an Lebensstationen wie Geburt, Hochzeit oder Tod orientieren. Viele stammen aus dem Christentum, oft vermischt mit heidnischen Elementen.
Ostfrieslands jahrhundertelange Isolation durch die Moore im Süden und die enge Verbindung zur See prägten eine eigenständige Brauchtumskultur. Dennoch gibt es viele Parallelen zu den Traditionen benachbarter Regionen wie Oldenburg, Jeverland oder Groningen – bedingt durch wirtschaftliche und kulturelle Verflechtungen.
Ein weiteres Moorgebiet teilte Ostfriesland einst in zwei Hälften. Das spiegelt sich im Brauchtum wider: Einige Rituale sind in der ganzen Region verbreitet, andere existieren nur in einzelnen Dörfern oder auf den Inseln.
- ↑ Österliches Brauchtum hat in Ostfriesland hohen Stellenwert. (harlinger.de [abgerufen am 24. Oktober 2017]).
- ↑ Gepflegtes Brauchtum: Maibaum-Aufstellen. Abgerufen am 24. Oktober 2017.
- 1 2 3 4 Ostfriesische Landschaft (Hrsg.): Moden un Maneren. Ostfrieslands Bräuche, Traditionen und Besonderheiten. Ostfriesische Landschaft, Aurich 2012, S. 4 f.