Ostfriesische Teekultur
Die ostfriesische Teekultur entwickelte sich im Lauf der Zeit aufgrund des großen Stellenwertes, den das Trinken von Tee in Ostfriesland genießt. Die Teetied (ostfriesisches Platt, für: Teezeit) oder auch die ostfriesische Teezeremonie gilt als wichtiger Bestandteil ostfriesischer Geselligkeit und der ostfriesischen Küche.
Im Durchschnitt trank im Jahr 2016 jeder Ostfriese nach Angaben des Deutschen Teeverbands rund 300 Liter Tee, das entsprach in etwa dem Elffachen des deutschen Durchschnittsverbrauchs. Damit hätten die Ostfriesen den weltweit größten Teeverbrauch pro Kopf. ARD-Recherchen bezweifeln diese Angaben allerdings und halten sie für statistisch fragwürdig. Sie kritisieren auch die fehlende Transparenz in der Berechnung.
Typischerweise trinken Ostfriesen Ostfriesentee, eine Mischung hauptsächlich aus Assam-Sorten, die einen sehr dunklen, kräftigen Tee ergeben.
Die ostfriesische Teekultur ist als Immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt worden. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat sie im Dezember 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
- ↑ Deutscher Teeverband: Tee als Wirtschaftsfaktor (Stand April 2017) ( vom 1. August 2017 im Internet Archive) (PDF; 11,0 MB) S. 2, abgerufen am 1. August 2017.
- ↑ NDR: Es wird offiziell: Ostfriesen sind Weltmeister im Teetrinken. Abgerufen am 26. August 2021.
- ↑ SWR: Sind die Ostfriesen Weltmeister im Teetrinken? Abgerufen am 18. April 2025.
- ↑ Ostfriesentee und Blaudruck sind Kulturerbe bei ndr.de vom 9. Dezember 2016.
- ↑ 34 Kulturformen neu ins deutsche Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen: Ostfriesische Teekultur bei: Deutsche UNESCO-Kommission vom 9. Dezember 2016.
- ↑ Ostfriesische Teekultur. Abgerufen am 27. Februar 2025.