Brechung (Sprache)

Die Brechung (auch a-Umlaut genannt) bezeichnet in der Historischen Linguistik verschiedene assimilatorische Vokalveränderungen.

In der althochdeutschen Philologie versteht man darunter den a-Umlaut, also die Senkung eines Vokals vor einem /a/ in der Folgesilbe. In diesem Zusammenhang wurde der Begriff von Jacob Grimm eingeführt. Andere Umlaute sind der für alle germanischen Sprachen typische i-Umlaut und der besonders im Skandinavischen vorkommende u-Umlaut.

Auf die Linguistik allgemein bezogen bedeutet „Brechung“ die Spaltung eines einfachen Lauts (Monophthongs) in einen Zwielaut (Diphthong). In diesem Sinne wendet man den Begriff in der altenglischen und der altnordischen Philologie an.

  1. Jacob Grimm: Über umlaut und brechung, in: Zeitschrift für deutsches Alterthum 2 (1842), S. 268–275.