Burundi
| Republik Burundi | |||||
| Republika y’Uburundi (Kirundi) République du Burundi (französisch) | |||||
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| Wahlspruch: Ubumwe, Ibikorwa, Iterambere (Kirundi für „Einigkeit, Arbeit, Fortschritt“) | |||||
| Burundi in der Region | |||||
| Amtssprache | Kirundi und Französisch | ||||
| Hauptstadt | Gitega | ||||
| Staats- und Regierungsform | präsidentielle Republik | ||||
| Staatsoberhaupt | Präsident Évariste Ndayishimiye | ||||
| Regierungschef | Premierminister Nestor Ntahontuye | ||||
| Fläche | 27.834 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 13,7 Millionen (77.) (2023 geschätzt) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 505 Einwohner pro km² | ||||
| Bevölkerungsentwicklung | + 2,7 % (Schätzung für das Jahr 2023) | ||||
Bruttoinlandsprodukt
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2024 | ||||
| Index der menschlichen Entwicklung (HDI) | 0,439 (187.) (2023) | ||||
| Währung | Burundi-Franc (BIF) | ||||
| Unabhängigkeit | 1. Juli 1962 (von Belgien) | ||||
| Nationalhymne | Burundi bwacu | ||||
| Nationalfeiertag | 1. Juli | ||||
| Zeitzone | UTC+2 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | RU | ||||
| ISO 3166 | BI, BDI, 108 | ||||
| Internet-TLD | .bi | ||||
| Telefonvorwahl | +257 | ||||
Burundi (deutsch [], französisch [], rundisch Republika y’Uburundi) ist ein Binnenstaat in Ostafrika, im Great Rift Valley. Er grenzt im Norden an Ruanda, im Osten an Tansania und im Westen an die Demokratische Republik Kongo und den Tanganjikasee, durch welchen der größte Teil der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo führt. Seine Hauptstadt Gitega liegt in der Mitte des Landes. Als eines der flächenmäßig kleinsten Ländern Afrikas ist es eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von schätzungsweise rund 344 US-Dollar pro Kopf (Stand: 2024) ist das zweitniedrigste der Welt. In dem von der Landwirtschaft geprägten Land betreiben 90 % der Einwohner Subsistenzwirtschaft. Dreiviertel von ihnen gelten als arm. Wie auch im Nachbarland Ruanda teilt sich die Bevölkerung im Wesentlichen in die größere Gruppe der Hutu (85 %) und die kleinere Gruppe der Tutsi (15 %).
Im 16. Jahrhundert gründeten die zuvor in das Gebiet eingewanderten Tutsi das Königreich Burundi. Ende des 19. Jahrhunderts unterwarf das Deutsche Reich das Königreich und machte es zum Teil seiner Kolonie Deutsch-Ostafrika. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Burundi zusammen mit Ruanda ein belgisches Mandatsgebiet und 1962 unabhängig. Nach der Unabhängigkeit kam es regelmäßig zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Hutu und Tutsi, die in den 1990er Jahren in einem Bürgerkrieg eskalierten. Dem im Jahr 2000 geschlossenen Friedensvertrag folgten 2005 demokratische Wahlen, bei denen Pierre Nkurunziza zum Präsidenten gewählt wurde. Die politischen Spannungen im Land blieben. Anlässlich der Wahl zur dritten Amtszeit von Pierre Nkurunziza kam es 2015 zu gewaltsamen politischen Konflikten mit zahlreichen Toten. Nach dem Tod von Nkurunziza 2020 kam Präsident Evariste Ndayishimiye ins Amt. Seine Regierung wird von Nicht-Regierungsorganisationen als autoritär bezeichnet. Sie stellen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und mangelnde Pressefreiheit fest.
Burundi ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union und des Gemeinsamen Marktes für das Östliche und Südliche Afrika.
- ↑ Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 2. Februar 2025 (englisch).
- ↑ Population growth (annual %). In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2021, abgerufen am 2. Februar 2025 (englisch).
- ↑ GDP, current prices Billions of U.S. dollars. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 13. November 2025 (englisch).; GDP, current prices Purchasing power parity; billions of international dollars. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 13. November 2025 (englisch).GDP per capita, current prices. U.S. dollars per capita. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 13. November 2025 (englisch).; GDP per capita, current prices - Purchasing power parity; international dollars per capita. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 13. November 2025 (englisch).
- ↑ Table: Human Development Index and its components. In: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Hrsg.): Human Development Report 2025. United Nations Development Programme, New York 2025, ISBN 978-92-1154263-9, S. 281 (englisch, undp.org [PDF]).
- ↑ World Economic Outlook Database April 2022. In: World Economic Outlook Database. Internationaler Währungsfonds, 2022, abgerufen am 27. September 2022 (englisch).
- 1 2 3 4 Burundi. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz), abgerufen am 2. Februar 2025.
- ↑ Burundi. Bundeszentrale für politische Bildung, 5. Oktober 2020, abgerufen am 2. Februar 2025.
- ↑ Burundi. In: South African History Online. Abgerufen am 2. Februar 2025 (englisch).