Charakteristische Dissonanz
Charakteristische Dissonanz ist ein Begriff aus der Harmonielehre, der von Hugo Riemann in Anlehnung an Jean Philippe Rameau geprägt wurde, und der sich auf die Erweiterung eines Dreiklangs durch hinzugefügte Dissonanzen bezieht, die dem Akkord eine im Sinne der Funktionstheorie eindeutige Bedeutung zuzuweisen vermögen.
- ↑ Maler 1987, Bd. 1, S. 11: „Da jeder Durdreiklang durch die kleine Sept D-Funktion bekommt, nennt man sie ‚charakteristische Dissonanz‘“; S. 14: „Da jeder Dur- oder Molldreiklang durch die sixte ajoutée S-Funktion bekommt, ist auch sie ‚charakteristische Dissonanz‘“.